• AUD/USD zog sich zurück, nachdem es am Donnerstag ein Drei-Jahres-Hoch von 0,7094 erreicht hatte.
  • Der PPI Australiens stieg im vierten Quartal 2025 um 3,5% im Jahresvergleich, unverändert im Vergleich zum Tempo im dritten Quartal.
  • Das US-Finanzministerium erklärte, dass Chinas große externe Überschüsse einen erheblich unterbewerteten Wechselkurs widerspiegeln.

AUD/USD verliert nach drei Tagen der Gewinne an Boden und notiert während der asiatischen Handelsstunden am Freitag bei etwa 0,7030. Das Paar bleibt gedämpft nach der Veröffentlichung des Produzentenpreisindex (PPI) Australiens, der im vierten Quartal 2025 um 3,5% im Jahresvergleich (YoY) gestiegen ist, das gleiche Tempo wie im dritten Quartal.

Der australische Dollar (AUD) könnte jedoch wieder an Boden gewinnen, da die heißeren als erwarteten Inflationsdaten aus Australien, die Anfang dieser Woche veröffentlicht wurden, die Chancen auf eine Zinserhöhung der Reserve Bank of Australia (RBA) bereits nächste Woche erhöhten.

Die Märkte preisen nun eine Wahrscheinlichkeit von über 70% für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte (bps) durch die RBA vom aktuellen Zinssatz von 3,6% ein, gegenüber 60% vor der Veröffentlichung, wobei die Zinsen bis Mai vollständig auf 3,85% und bis September auf etwa 4,10% eingepreist sind.

Das US-Finanzministerium stellte in einem am Donnerstag veröffentlichten halbjährlichen Devisenbericht fest: „Angesichts der extrem großen und wachsenden externen Überschüsse Chinas und des nun erheblich unterbewerteten Wechselkurses ist es wichtig, dass die chinesischen Behörden den RMB-Wechselkurs zeitnah und geordnet im Einklang mit den makroökonomischen Fundamentaldaten stärken“, berichtete Bloomberg.

Bloomberg berichtete auch spät am Donnerstag, dass US-Präsident Donald Trump sagte, dass er am Freitagmorgen seine Wahl zur Nachfolge von Jerome Powell als Vorsitzenden der Federal Reserve (Fed) bekannt geben werde. Trump sagte, dass seine Wahl einen „guten Job“ machen werde und dass er möchte, dass die US-Notenbank die Zinsen senkt, wenn es Anzeichen für wirtschaftliches Wachstum gibt.

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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