- AUD/USD fällt wieder unter die Marke von 0,6500, nachdem die US-BIP-Daten für das erste Quartal einen anhaltenden Abwärtsdruck signalisieren.
- Damit kehrt die Paarung den starken Kursanstieg der vergangenen Woche um.
- Die US-Notenbank dürfte die Zinsen erst im September senken, während der Konsens für die RBA eine Zinssenkung im November erwartet.
AUD/USD wurde am Donnerstag wieder unter 0,6500 gehandelt, nachdem es zuvor einen Höchststand von 0,6539 erreicht hatte. Der plötzliche Rückgang erfolgte nach der Veröffentlichung der US-BIP-Daten für das erste Quartal, die trotz einer allgemeinen Verlangsamung des Wirtschaftswachstums auf einen anhaltenden Preisdruck in der US-Wirtschaft hindeuteten.
Das vorläufige US-Bruttoinlandsprodukt stieg im ersten Quartal auf Jahresbasis um 1,7 % und lag damit unter den Schätzungen von 2,5 % und dem Vorquartalswert von 3,4 %, wie das US Bureau of Economic Analysis am Donnerstag mitteilte.
Dennoch verzeichnete der US-Dollar im Anschluss an die Veröffentlichung der Daten auf breiter Front Kursgewinne, da ein wichtiger Indikator für die Inflation in den BIP-Daten - der vorläufige Preisindex des Bruttoinlandsprodukts für das erste Quartal - einen Preisanstieg von 3,1 % und damit deutlich über den 1,7 % des Vorquartals auswies.
Die Daten zum Preisindex des Bruttoinlandsprodukts deuten auf eine anhaltend hohe Inflation in der US-Wirtschaft hin, was die Federal Reserve (Fed) dazu veranlassen dürfte, die Zinsen noch länger auf einem hohen Niveau zu belassen. Höhere Zinsen sind wiederum positiv für den USD (negativ für AUD/USD), da sie hohe Zuflüsse ausländischen Kapitals anziehen.
Darüber hinaus fielen die Kernausgaben für den privaten Konsum im ersten Quartal, die auch ein Maß für die Inflation sind, mit einem Anstieg von 3,7 % im Quartalsvergleich unerwartet hoch aus, während die Schätzungen bei 3,4 % und die vorherige Schätzung bei 2,0 % lagen.
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