• AUD/JPY gewinnt an Boden aufgrund einer erhöhten Risikobereitschaft angesichts der Entspannung der US-Venezuela-Spannungen.
  • AUD steigt, da hartnäckige Inflation die Erwartungen an mindestens zwei weitere Zinserhöhungen der RBA anhebt.
  • Der japanische Yen könnte sich stärken, da die Erwartungen an weitere Zinserhöhungen der BoJ in diesem Jahr wachsen.

AUD/JPY gewinnt zum dritten Mal in Folge an Boden und handelt während der europäischen Handelsstunden am Dienstag bei etwa 105,20. Das Währungspaar erreichte in den frühen Handelsstunden 105,37, ein neues Hoch seit Juli 2024.

Der risikoempfindliche Australische Dollar (AUD) erhält Unterstützung gegenüber den sicheren Hafenwährungen, einschließlich des japanischen Yen (JPY), angesichts der zunehmenden Risikobereitschaft, die auf die Entspannung der Bedenken über breitere Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Venezuela zurückzuführen sein könnte. Händler warten auf die Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex (VPI) für Australien im November, die für Mittwoch angesetzt ist.

Der AUD findet auch Unterstützung nach einer aktuellen Umfrage unter führenden Ökonomen, die von der Australian Financial Review (AFR) zitiert wird und darauf hindeutet, dass die Reserve Bank of Australia (RBA) in diesem Zyklus möglicherweise noch nicht mit der Straffung abgeschlossen hat. Die Umfrage zeigt, dass die Inflation im kommenden Jahr voraussichtlich hartnäckig hoch bleiben wird, was die Erwartungen an mindestens zwei weitere Zinserhöhungen anheizt.

Der Aufwärtstrend des AUD/JPY-Kurses könnte begrenzt sein, da der japanische Yen (JPY) an Boden gewinnen könnte, da die Chancen steigen, dass die Bank of Japan (BoJ) in diesem Jahr weiterhin die Zinsen anhebt. BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda sagte, die Zentralbank werde die Zinssätze anpassen, während sich die wirtschaftlichen Bedingungen und die Preise gemäß ihren Prognosen entwickeln. Ueda fügte hinzu, dass die Wirtschaft voraussichtlich einen positiven Zyklus moderater, gleichzeitiger Lohn- und Preiserhöhungen aufrechterhalten wird.

Händler könnten aufgrund von fiskalischen Bedenken über die großangelegten Ausgabenpläne von Premierministerin Sanae Takaichi zur Ankurbelung des Wachstums Vorsicht walten lassen. Die Aufmerksamkeit bleibt auch auf möglichen Währungsinterventionen gerichtet, da Wirtschaftsführer die Regierung aufgefordert haben, die Schwäche des Yen anzugehen.

Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.

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