• AUD/JPY überwindet 111,00, da die Märkte weitere Zinserhöhungen der RBA nach starken Inflationsdaten einpreisen.
  • RSI erreicht überkauften Bereich und unterstreicht starkes bullisches Momentum sowie anhaltenden Aufwärtsdruck.
  • Ein Durchbruch über 111,47 eröffnet den Weg zu 112,00, wobei 113,00 als Erweiterungsziel auftaucht.

Der AUD/JPY steigt am Mittwoch um über 1,20%, nachdem ein Inflationsbericht in Australien die Anleger dazu veranlasst hat, zusätzliche Zinserhöhungen der Reserve Bank of Australia (RBA) einzuplanen. Zum Zeitpunkt des Schreibens handelt das Währungspaar bei 111,38.

AUD/JPY Preisprognose: Technischer Ausblick

Aus technischer Sicht sieht der AUD/JPY bullisch aus, nachdem er das vorherige Jahreshoch von 110,79 überwunden und die Marke von 111,00 geklärt hat. Der Relative Strength Index (RSI) zeigt, dass die Bullen an Schwung gewinnen, da der Index die 70 überschreitet – normalerweise als überkauft angesehen, aber aufgrund der Stärke des Trends wäre der extremste Bereich, den Händler anstreben würden, die 80-Marke.

Wenn der AUD/JPY das Jahreshoch von 111,47 überwindet, öffnet dies den Weg, um die Marke von 112,00 zu testen. Der Average True Range (ATR) beträgt 111 Pips. Daher, wenn das Währungspaar die Sitzung auf dem aktuellen Niveau beendet und der ATR erfüllt wird, liegt der nächste wichtige Widerstand bei 112,49, gefolgt von der Marke von 113,00.

Sollte der AUD/JPY unter 111,00 zurückfallen, öffnet dies die Tür, um das Zyklushoch vom 10. Februar von 110,67 zu testen, gefolgt vom 20-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 109,34. Bei weiterer Schwäche wäre der nächste Halt eine wichtige Unterstützungstrendlinie, die von den Tiefs im November 2025 gezeichnet wird, bei etwa 108,00.

AUD/JPY Preisdiagramm – Tageschart

AUD/JPY Tageschart

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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