- AUD/JPY gewinnt in der frühen europäischen Sitzung am Donnerstag auf rund 114,45 an Stärke.
- Die konstruktive Einschätzung des Währungspaars bleibt oberhalb des 100-Tage-SMA intakt, mit bullischem RSI-Momentum.
- Die erste Hürde auf der Oberseite liegt bei 115,00; das erste zu beobachtende Unterstützungsniveau liegt bei 113,60.
Das Währungspaar AUD/JPY notiert am Donnerstag in den frühen europäischen Handelsstunden im positiven Bereich nahe 114,45. Der australische Dollar (AUD) legt gegenüber dem japanischen Yen (JPY) zu, da heißere als erwartete Inflationsdaten des australischen Verbraucherpreisindex (VPI) die Markterwartungen für eine Zinserhöhung der Reserve Bank of Australia (RBA) gestützt haben.
Händler preisen das Risiko einer vierten Zinserhöhung der australischen Zentralbank in diesem Jahr neu ein, wobei ein Schritt im September laut Reuters nun mit 38% eingepreist wird, nach nur 17% zuvor. Nun wird eine Zinserhöhung bis Februar nächsten Jahres vollständig erwartet.
Von der Australian Bureau of Statistics am Mittwoch veröffentlichte Daten zeigten, dass der monatliche VPI im Juli um 1,0% stieg, nach einem Rückgang von 0,1% im Juni, und damit die Prognosen eines Anstiegs von 0,8% übertraf.
Der stellvertretende Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Ryozo Himino, betonte am Donnerstag die Notwendigkeit zeitnaher Zinserhöhungen mit einem Fokus auf zunehmende Inflationsrisiken und fügte hinzu, dass die vorherrschenden Markterwartungen auf eine baldige Erhöhung der Kreditkosten hindeuten. Allerdings vermied Himino es, konkrete Signale zum Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung zu geben, und sagte lediglich, dass bei jeder geldpolitischen Sitzung „eingehende Beratungen“ über den Preisdruck geführt werden sollten.
Interventionsängste in Japan und Aussichten auf eine BoJ-Zinserhöhung stützen den JPY
Die FX-Strategen von Rabobank argumentieren, dass der politische Mix in Japan weiterhin zentral für den Yen-Ausblick ist. Sie weisen darauf hin, dass „wenn die BoJ die Zinsen anhebt, das MoF möglicherweise seine Strategie vom Juli wiederholt und die Marktbewegung mit weiteren Interventionen anheizt“, was die Wirkung jeder geldpolitischen Veränderung verstärken würde. Ihrer Ansicht nach „deutet die Angst vor weiteren FX-Interventionen zur Unterstützung des JPY in Verbindung mit der Aussicht auf eine BoJ-Zinserhöhung im September und den schwächeren USD darauf hin, dass USD/JPY auf Sicht von 3 bis 6 Monaten im Bereich von 158 bis 157 gehandelt werden könnte“.
Technische Analyse: AUD/JPY behält kurzfristig eine bullische Stimmung bei
Im Tages-Chart setzt AUD/JPY seinen Anstieg über den 100-Tage-Simple Moving Average (SMA) und das mittlere Bollinger-Band der 20-Tage-Linie fort, was beide eine konstruktive bullische Tendenz untermauern. Der Preis nähert sich nun dem oberen Bollinger-Band, während der Relative Strength Index (14) bei 64,33 im positiven Bereich bleibt und darauf hindeutet, dass das Aufwärtsmomentum weiterhin fest ist, sich aber den überkauften Bedingungen nähert.
Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand am oberen Bollinger-Band um 115,00, wo frisches Angebot die Rallye bremsen könnte. Ein weiterer Kaufdruck oberhalb dieses Niveaus könnte den Weg in Richtung 115,50 ebnen.
Auf der Unterseite liegt das erste Unterstützungsniveau beim Tief vom 24. August bei 113,60, gefolgt vom 100-Tage-SMA bei 113,20. Ein entscheidender Durchbruch unter Letzteren könnte das mittlere Bollinger-Band der 20-Tage-Linie nahe 112,55 freilegen, wobei eine tiefere strukturelle Untergrenze mit dem unteren Bollinger-Band um 110,15 zusammenfallen würde, falls sich eine breitere Korrektur entfaltet.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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