Der stellvertretende Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Ryozo Himino, sagte am Donnerstag, dass die Zentralbank eine Entscheidung über die Zinsen treffen werde, wobei sie das Bedürfnis abwäge, Informationen über die Wirtschaft und die finanziellen Bedingungen zu gewinnen, und zugleich rechtzeitig zu handeln, um bei der Inflation nicht hinter die Kurve zu geraten.
Wichtige Zitate
Ich sehe keine spezifische Verzerrung im JGB-Markt.
Daher kann die BoJ mit dem aktuellen Plan zur Reduzierung der Anleihekäufe fortfahren.
Es ist nicht so, dass die BoJ ihre Politik nicht ändern würde, solange sie nicht vollständige Informationen über die wirtschaftliche, preisliche und finanzielle Entwicklung hat.
Bei der geldpolitischen Entscheidung wird berücksichtigt werden, dass sich die zugrunde liegende Inflation 2% nähert.
Die BoJ wird bei der Zinsentscheidung das Bedürfnis abwägen, Informationen über die Wirtschaft und die finanziellen Bedingungen zu gewinnen, und gleichzeitig rechtzeitig handeln, um bei der Inflation nicht hinter die Kurve zu geraten.
Schwache BIP-Daten sind etwas besorgniserregend, aber wahrscheinlich auf technische Faktoren zurückzuführen, sodass sie nicht ausreichen, um meine Sicht auf den wirtschaftlichen Ausblick zu ändern.
Ich stimme dem Gouverneur zu, dass die BoJ die Zinserhöhungen beschleunigen könnte, wenn die finanziellen Bedingungen zu locker sind, obwohl die Entscheidung über eine Zinserhöhung nicht allein auf dem Grad der finanziellen Lockerung beruhen wird.
Keine Zentralbank würde versuchen, den Grad der finanziellen Lockerung durch einen Schock an den Märkten anzupassen.
Ich sehe keine spezifische Verzerrung in den JGB-Märkten.
Daher kann die BoJ mit dem aktuellen Plan zur Reduzierung der Anleihekäufe fortfahren.
Marktreaktion
Bei Redaktionsschluss liegt das Paar USD/JPY um 0,02% höher als am Vortag bei 159,35.
Bank of Japan - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.
Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.
In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.
Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.
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