• AUD/JPY gibt in der frühen asiatischen Sitzung am Mittwoch auf etwa 102,25 nach. 
  • Das australische Bruttoinlandsprodukt wuchs im dritten Quartal (Q3) um 0,4% gegenüber dem Vorquartal, schwächer als erwartet. 
  • Der RatingDog Services PMI-Bericht aus China wird später am Mittwoch im Fokus stehen.

Das AUD/JPY-Cross verliert während der frühen asiatischen Sitzung am Mittwoch an Boden und notiert nahe 102,25. Der Australische Dollar (AUD) schwächt sich gegenüber dem Japanischen Yen (JPY) nach den australischen Wirtschaftsdaten. Händler werden später am Mittwoch weitere Hinweise aus dem RatingDog Services Purchasing Managers Index (PMI) Bericht aus China aufnehmen. 

Die am Mittwoch vom Australian Bureau of Statistics (ABS) veröffentlichten Daten zeigten, dass die australische Wirtschaft im dritten Quartal (Q3) 2025 um 0,4% gegenüber dem Vorquartal wuchs, verglichen mit einem Wachstum von 0,6% im zweiten Quartal (Q2). Diese Zahl fiel schwächer aus als die Erwartungen von 0,7%. Gleichzeitig wuchs das jährliche Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,1% gegenüber einem Wachstum von 1,8% im Q2, was unter dem Konsens von 2,2% lag.

Der Aussie zieht als unmittelbare Reaktion auf den enttäuschenden australischen BIP-Bericht einige Verkäufer an. Die Wachstumszahlen folgten den Kommentaren von Michele Bullock, der Gouverneurin der Reserve Bank of Australia (RBA), die am Dienstag erklärte, dass die Wirtschaft wahrscheinlich bereits ihr potenzielles Wachstumsniveau erreicht habe.

Wachsende Erwartungen an eine Zinserhöhung der Bank of Japan (BoJ) könnten ebenfalls den JPY stützen und einen Gegenwind für das Cross schaffen. BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda sagte, dass die japanische Zentralbank die „Vor- und Nachteile“ einer Zinserhöhung bei ihrer nächsten Sitzung prüfen würde. Ueda fügte hinzu, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das Basisszenario der BoJ für Wachstum und Inflation verwirklicht wird, allmählich steigt. 

Händler werden ein Auge auf den RatingDog Services PMI aus China haben, der später am Tag fällig ist. Es wird erwartet, dass der Services PMI im November auf 52,0 von 52,6 im Oktober zurückgeht. Im Falle eines überraschenden positiven Ergebnisses könnte dies dem China-Proxy Aussie Unterstützung bieten, da China ein wichtiger Handelspartner Australiens ist. 

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.

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