- AUD/JPY könnte seine Positionen aufgrund positiver Signale einer möglichen Lösung im Ukraine-Russland-Konflikt zurückgewinnen.
- Der AUD schwächt sich, da anhaltender Konsum-Pessimismus möglicherweise weitere geldpolitische Lockerungen erforderlich macht.
- Der japanische Yen findet Unterstützung aufgrund der Erwartungen an eine mögliche Zinserhöhung später in diesem Jahr.
AUD/JPY gibt seine jüngsten Gewinne aus der vorherigen Sitzung auf und handelt während der europäischen Handelsstunden am Dienstag bei etwa 95,80. Das Währungspaar wertet ab, da der Australische Dollar (AUD) trotz einer verbesserten Westpac-Verbrauchervertrauensumfrage gedämpft bleibt.
Der Index stieg im August um 5,7% auf 98,5, nach einem Anstieg von 0,6% im Juli, was den höchsten Stand seit Februar 2022 markiert, da die Reserve Bank of Australia (RBA) seit Januar insgesamt 75 Basispunkte an Zinssenkungen umgesetzt hat.
Der AUD sieht sich Herausforderungen gegenüber, da Matthew Hassan, Leiter der australischen Makroprognosen, sagte, dass die verlängerte Phase des Konsum-Pessimismus möglicherweise zu Ende geht, obwohl die Aufrechterhaltung des Momentums zusätzliche Lockerungen erfordern könnte. Hassan hob jedoch hervor, dass die Entscheidungsträger unter keinem unmittelbaren Druck stehen, weitere Senkungen vorzunehmen.
Dennoch könnte der Abwärtsdruck auf das risikoempfindliche AUD/JPY-Währungspaar begrenzt sein, da sich die Risikoaversion aufgrund positiver Signale in Richtung einer möglichen Lösung des Ukraine-Russland-Kriegs verringert. US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hofften beide, dass das Treffen am Montag letztendlich zu Dreiecksverhandlungen mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin führen würde.
Der japanische Yen (JPY) findet Unterstützung, nachdem die Bank of Japan (BoJ) ihre Inflationsprognose bei der Sitzung im Juli angehoben und die Möglichkeit einer Zinserhöhung später in diesem Jahr signalisiert hat. Zusätzlich zu dem Momentum zeigten die Daten vom Freitag, dass die japanische Wirtschaft im zweiten Quartal stärker als erwartet gewachsen ist, was hauptsächlich auf Nettoexporte zurückzuführen ist, trotz der tariflichen Gegenwinde aus den USA, und damit die Argumentation für eine hawkische geldpolitische Haltung stärkt.
US-Leitzinsen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Zinssätze sind der Preis für das Leihen von Geld und werden sowohl von Finanzinstituten an Kreditnehmer als auch an Sparer ausgezahlt. Zentralbanken beeinflussen sie durch ihre Leitzinsentscheidungen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und die Inflation im Zielbereich von etwa 2 % zu halten.
Höhere Zinssätze stärken in der Regel die Währung eines Landes, da sie es für globale Investoren attraktiver machen, ihr Geld dort anzulegen.
Hohe Zinsen setzen den Goldpreis unter Druck, da Anleger höhere Renditen bei zinstragenden Anlagen erzielen können. Ein starker US-Dollar, der oft mit steigenden Zinsen einhergeht, senkt zusätzlich den Goldpreis, da Gold in Dollar notiert wird und ein stärkerer Dollar die Kaufkraft anderer Währungen verringert.
Der Fed-Funds-Zins ist der Übernachtzins, zu dem sich US-Banken gegenseitig Geld leihen. Dieser Leitzins wird in den geldpolitischen Sitzungen der Federal Reserve festgelegt und beeinflusst maßgeblich das Verhalten der Finanzmärkte. Die Markterwartungen in Bezug auf künftige Zinssätze werden durch das CME FedWatch Tool erfasst, das eine Orientierungshilfe für Investoren bietet.
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