- Asiatische Aktien handeln am Dienstag uneinheitlich.
- Warnungen von KI-Führern vor einer Verlangsamung der KI-Entwicklung belasten den Markt.
- Erhöhte Ölpreise und höhere Anleiherenditen verstärken die Vorsicht vor den geldpolitischen Sitzungen der Fed und der BoJ in dieser Woche.
Asiatische Aktien handeln am Dienstag uneinheitlich, da Händler die Spannungen im Nahen Osten und die Forderungen von Branchenvertretern nach einer Verlangsamung der KI-Entwicklung abwägen. Rohöl setzte seine Rally fort und asiatische Anleihen folgten den US-Treasuries nach unten, da ein Anstieg der Ölpreise die Inflationssorgen neu entfachte und die Wetten auf eine Zinserhöhung der US-Notenbank (Fed) verstärkte.
Hohe Energiepreise belasteten asiatische Anleihen, wobei Staatsanleihen in Australien schwächer eröffneten. Australiens S&P/ASX 200 fiel um 0,75% auf 8.685.
"Die Märkte dürften sich weiterhin auf das Risiko konzentrieren, dass höhere Rohölpreise den Inflationsdruck verstärken und dadurch die Zinsen nach oben treiben könnten," sagte Yokoo Akihiko, Analyst bei Mitsubishi UFJ Bank, in einer Notiz.
Die asiatischen Märkte bleiben volatil, nachdem führende KI-Vertreter gewarnt hatten, dass sie die Entwicklung aus Sicherheitsgründen für die Menschheit verlangsamen werden. Der CEO von Anthropic PBC, Dario Amodei, sagte, die Entwicklung der fortschrittlichsten Systeme müsse verlangsamt werden, um zu verhindern, dass KI der menschlichen Kontrolle entgleitet und katastrophalen Schaden anrichtet.
"Die Aussicht auf eine koordinierte Verlangsamung der KI-Entwicklung bleibt angesichts des intensiven Wettbewerbs sowohl zwischen US-Unternehmen als auch zwischen den USA und China ungewiss," sagte Ng Jing Wen, Analyst bei Mizuho Bank, in einem Bericht.
Unterdessen legte die südkoreanische Aktie, der Leitindex KOSPI, um 0,04% auf 6.685 zu. Indiens Nifty50 stieg um 0,27% und notierte am Dienstag bei 23.462. In Taiwan fiel der Taiex um 0,27% auf 45.735.
Die Aktienmärkte in China und Hongkong verloren am Dienstag an Schwung, wobei der SHANGHAI, Chinas wichtigster Aktienindex, um 0,10% auf 3.881 fiel. Die Hongkonger Börse gab um 0,23% auf 24.860 nach.
Der Nikkei 225, Japans Leitindex, stieg um 0,36% auf 63.715. Es wird allgemein erwartet, dass die Bank of Japan (BoJ) ihren Leitzins am Freitag von 1,0% auf 1,25% anheben wird, da die Entscheidungsträger zunehmend besorgt sind, dass die Inflation das 2%-Ziel der BoJ übersteigen könnte. Dieser Schritt würde die bislang schnellste Zinserhöhung im aktuellen Zyklus markieren.
(Diese Meldung wurde am 15. September um 04:45 GMT korrigiert, um im ersten Aufzählungspunkt klarzustellen, dass asiatische Aktien am Dienstag und nicht am Montag uneinheitlich handeln.)
Asiatische Aktien - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Asien trägt rund 70 Prozent zum weltweiten Wirtschaftswachstum bei und beheimatet mehrere bedeutende Börsenbarometer. In den entwickelten Volkswirtschaften der Region ragen vor allem der Nikkei 225, der 225 Unternehmen an der Börse Tokio umfasst, sowie der südkoreanische KOSPI heraus. China verfügt mit dem Hang Seng Index, dem Shanghai Composite und dem Shenzhen Composite über drei zentrale Indizes. Als große Schwellenwirtschaft rückt zudem Indien stärker in den Fokus internationaler Investoren, die vermehrt in Unternehmen investieren, die im BSE Sensex und im Nifty 50 gelistet sind.
Die großen Volkswirtschaften Asiens unterscheiden sich deutlich in ihrer Struktur, entsprechend variieren auch die prägenden Sektoren. Technologieunternehmen haben in Japan und Südkorea ein starkes Gewicht und gewinnen auch in China zunehmend an Bedeutung. Finanzdienstleister prägen insbesondere Börsenplätze wie Hongkong oder Singapur, die als wichtige regionale Finanzzentren gelten. In China und Japan spielt zudem die Industrie eine zentrale Rolle, etwa in der Automobilproduktion oder der Elektronikfertigung. Mit dem Wachstum der Mittelschicht in Ländern wie China und Indien gewinnen außerdem Einzelhandel und E-Commerce an Bedeutung.
Die Entwicklung asiatischer Aktienindizes wird von einer Vielzahl an Faktoren beeinflusst. Maßgeblich sind vor allem die Geschäftszahlen der im jeweiligen Index enthaltenen Unternehmen, die im Rahmen von Quartals- und Jahresberichten veröffentlicht werden. Darüber hinaus spielen die wirtschaftlichen Fundamentaldaten der einzelnen Länder, geldpolitische Entscheidungen der Zentralbanken sowie die Fiskalpolitik der Regierungen eine wichtige Rolle. Auch politische Stabilität, technologischer Fortschritt und die Rechtsstaatlichkeit können die Märkte beeinflussen. Hinzu kommt die Entwicklung der US-Börsen, da sich viele asiatische Märkte häufig an den Vorgaben der Wall Street orientieren. Schließlich wirkt sich auch die allgemeine Risikostimmung an den Finanzmärkten aus, da Aktien im Vergleich zu festverzinslichen Wertpapieren als risikoreichere Anlageform gelten.
Aktieninvestitionen sind grundsätzlich mit Risiken verbunden. In Asien kommen spezifische regionale Faktoren hinzu. Die politischen Systeme reichen von gefestigten Demokratien bis hin zu autoritären Strukturen, wodurch sich Stabilität, Transparenz, Rechtsstaatlichkeit und Anforderungen an die Unternehmensführung teils deutlich unterscheiden. Geopolitische Spannungen wie Handelskonflikte oder territoriale Auseinandersetzungen können ebenso für Kursschwankungen sorgen wie Naturkatastrophen. Zudem beeinflussen Wechselkursbewegungen die Bewertung von Aktienmärkten in der Region. Besonders exportorientierte Volkswirtschaften reagieren empfindlich auf Währungsschwankungen: Eine starke Landeswährung kann die Wettbewerbsfähigkeit im Ausland beeinträchtigen, während eine schwächere Währung die Exportchancen verbessert.
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Bitcoin hält sich am Dienstag stabil um die 78.000 USD und setzt damit seine rund 2%ige Erholung vom Vortag fort. Die Volatilität auf dem breiteren Kryptowährungsmarkt bleibt vor der für Dienstag angesetzten Schlussabstimmung zum CLARITY Act erhöht. Zcash und Stellar behalten ihr bullishes Momentum bei und entwickeln sich in den letzten 24 Stunden zu den Top-Performern.
Das sollten Sie am Dienstag, den 15. September, im Blick behalten:
Der US Dollar Index hielt sich zu Wochenbeginn fest, blieb über der Marke von 99,00 und notierte nahe 99,40, weiterhin unterhalb der Schwelle von 100,00. Unterstützung kommt von der Federal Reserve, da die Märkte dazu übergegangen sind, bei der Sitzung in dieser Woche eine nahezu sichere Zinsschritt einzupreisen, was den Greenback vor einem datenreichen Dienstag auf breiter Front stützt.