Hier ist eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Entwicklungen im Krieg im Nahen Osten, die sich am Wochenende ereignet haben und in der kommenden Woche voraussichtlich erhebliche Auswirkungen auf die Märkte haben werden.

  • US-Präsident Donald Trump sagte, dass er neue Angriffe auf den Iran vorerst zurückstellt, weil es "rasch" zu einer Einigung über sein Atomprogramm und die vollständige Wiedereröffnung der Straße von Hormus kommen soll.
  • "Auf Grundlage dieser Bitte habe ich zugestimmt, zum künftigen Wohl der WELT und ebenso für das Überleben eines erfolgreichen und prosperierenden Iran den Angriff abzusagen, vorbehaltlich der Möglichkeit, rasch einen DEAL zu erzielen," sagte Trump
  • Der iranische Außenminister Abbas Araghchi erklärte am Sonntag auf Telegram, dass sich die Gespräche zwischen Iran und Oman in der Endphase befinden. Die beiden Länder, die die Meerenge flankieren, diskutieren eine neue Route durch sie, doch die Verhandlungen umfassen nicht die Frage, ob die kritische Wasserstraße geschlossen oder offen sein wird.
  • Die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Mehr wies zurück, dass Teheran Washington gebeten habe, von weiteren militärischen Maßnahmen abzusehen, und sagte, Trumps Behauptungen seien "nichts als eine neue Lüge".
  • Axios berichtete am Sonntag, dass der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman Trump aufgefordert habe, von neuen Angriffen abzusehen. Die offizielle saudische Nachrichtenagentur sagte, der faktische Herrscher des Königreichs habe gegenüber Trump die Notwendigkeit eines Dialogs zur Deeskalation der Spannungen betont.
  • Trump sagte, die Verhandlungen mit dem Iran, wahrscheinlich über Vermittler, würden am Montag beginnen, und fügte hinzu, dass Gespräche mit Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und dem Iran ihn dazu veranlasst hätten, einen "massiven Angriff" am Freitag abzusagen. Er fügte hinzu, dass es möglicherweise eine Einigung über die Verwaltung der Straße von Hormus geben werde und dass es eine Einigung über die Denuklearisierung im Iran geben werde.

Marktimplikationen

Die Risikostimmung verbessert sich am Montag, was die Nachfrage nach dem US Dollar Index (DXY) untergräbt und die Rohölpreise nach unten zieht. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts liegt der DXY 0,11% im Minus bei 99,70.

Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.

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