• Der ADP-Bericht wird voraussichtlich zeigen, dass der US-Privatsektor im April 179.000 neue Stellen geschaffen hat.
  • Ein angespannter Arbeitsmarkt und eine hartnäckige Inflation stützen die restriktive Haltung der Fed. 
  • Der US-Dollar scheint in eine Konsolidierungsphase eingetreten zu sein.   

Am Mittwoch wird das US-Forschungsinstitut Automatic Data Processing (ADP) die privaten Beschäftigungsdaten für April veröffentlichen. Diese Erhebung gibt Aufschluss über die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Privatwirtschaft und geht in der Regel dem offiziellen Arbeitsmarktbericht des Bureau of Labor Statistics (BLS) voraus, der die Daten zu den Nonfarm Payrolls (NFP) enthält und am 3. Mai veröffentlicht wird.

Marktanalysten gehen davon aus, dass die ADP-Umfrage für den vergangenen Monat 179.000 neue Stellen ausweist, was leicht unter den 184.000 Stellen liegt, die im März gemeldet wurden. Es ist jedoch zu beachten, dass frühere Zahlen revidiert werden können, und während eine robuste ADP-Umfrage auf einen ähnlichen Trend im NFP-Bericht hindeuten könnte, ist die Korrelation zwischen den beiden Berichten uneinheitlich.

Die Bedeutung der ADP-Umfrage wird jedoch durch die Tatsache verstärkt, dass die USA in den Tagen vor der Veröffentlichung der Nonfarm Payrolls verschiedene Beschäftigungsdaten veröffentlichen. Zusammengenommen helfen diese Daten den Marktteilnehmern, mögliche geldpolitische Schritte der Federal Reserve (Fed) zu entschlüsseln.

In den letzten Wochen haben sich mehrere Entscheidungsträger der Federal Reserve (Fed) zur Widerstandsfähigkeit des US-Arbeitsmarktes geäußert und gleichzeitig die gute Verfassung der US-Wirtschaft insgesamt hervorgehoben.

ADP

So erklärte US-Finanzministerin Janet Yellen, dass der Arbeitsmarkt derzeit robust sei und es keine Anzeichen dafür gebe, dass die Arbeitsmarktbedingungen zur Inflation beitrügen. Austan Goolsbee, Präsident der Federal Reserve Bank of Chicago, betonte, es müsse geprüft werden, ob die starken BIP- und Beschäftigungszahlen eine Überhitzung signalisierten, die die Inflation anheizen könnte, und wies darauf hin, dass nicht alle Daten auf eine Überhitzung des Arbeitsmarktes hindeuteten. Der Fed-Vorsitzende Jerome Powell merkte an, dass sich der Arbeitsmarkt trotz der anhaltenden Stärke auf ein gesünderes Gleichgewicht zubewege und der allgemeine Lohndruck allmählich nachlasse. Auch Mary Daly von der San Francisco Fed sagte, dass der Arbeitsmarkt stark bleibe, obwohl die Inflation nicht mehr so schnell zurückgehe wie im vergangenen Jahr.

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