• Gold konsolidiert die Erholung von Acht-Wochen-Tiefs, während es am frühen Mittwoch unter 4.200 USD gehandelt wird.  
  • Der US-Dollar erlebt vor den US-ADP-Beschäftigungsdaten und den PCE-Inflationsdaten einen Pullback aufgrund von Gewinnmitnahmen.    
  • Gold kehrt zum wichtigen Unterstützungs-zu-Widerstandsbereich nahe 4.185 USD zurück, wobei der tägliche RSI weiterhin bärisch ist.

Gold konsolidiert am Mittwoch in Asien die vorherige Erholung von einem Acht-Wochen-Tief bei 4.110 USD, obwohl es vor dem US-ADP-Beschäftigungsbericht und den Daten zum Kernpreisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) unter 4.200 USD bleibt.   

Gold blickt für die nächste große Bewegung auf US-Daten

Gold hat Mühe, aus der späten Erholung vom Dienstag Kapital zu schlagen, da die Ölpreise nach einem Axios-Bericht, wonach die von Katar vermittelten diplomatischen Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten (USA) und dem Iran kaum Fortschritte gebracht haben, erneut anziehen. Tatsächlich schürt die Pattsituation die Angst vor einem erneuten Ausbruch eines militärischen Konflikts zwischen den beiden verfeindeten Nationen.

Diese erneuten geopolitischen Sorgen und die durch steigende Ölpreise angeheizten Inflationsängste begrenzen weiteres Aufwärtspotenzial bei Gold.

Darüber hinaus halten sich Händler angesichts der bevorstehenden wichtigen US-Kerndaten zum PCE-Preisindex, dem bevorzugten Inflationsmaß der Federal Reserve (Fed), mit neuen Wetten auf das Edelmetall zurück, da diese neue Hinweise auf den Zinsausblick der Notenbank liefern könnten.

Die Märkte preisen laut dem FedWatch-Tool der CME Group inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von 47% für eine Zinserhöhung der Fed im Oktober ein, deutlich weniger als etwas mehr als 70% noch am Vortag.

Die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Fed im Oktober gingen zurück, nachdem der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, sagte, dass die Entscheidungsträger der Fed in diesem Jahr möglicherweise nur noch eine weitere Zinserhöhung vornehmen müssten, um die Inflation wieder auf Kurs zum 2%-Ziel der Notenbank zu bringen.

Williams’ geringere Dringlichkeit für Zinserhöhungen belastete die Renditen von US-Staatsanleihen über die gesamte Kurve hinweg stark, was eine Korrektur des US-Dollars (USD) und die Erholung des Goldpreises befeuerte.

Williams dämpft die Dringlichkeit nach der Zinserhöhung

Fed’s Williams lieferte eine moderat hawkische Botschaft, wobei der FXS Speechtracker-Score von 6,4 leicht über dem historischen Durchschnitt von 6,2 lag und damit Kontinuität statt eines Tonwechsels signalisiert. Die Betonung von „no need for urgency“ nach der Zinserhöhung im September, kombiniert mit dem Hinweis, dass eine weitere Zinserhöhung wahrscheinlich ist, wenn sich die Wirtschaft wie erwartet entwickelt, unterstreicht eine datenabhängige Haltung, die weiterhin darauf abzielt, die Inflation wieder auf 2% zu bringen und zu verhindern, dass sie sich verfestigt.

Der FXS Fed Sentiment Index fiel um 1,43 Punkte auf 144,29 und deutet damit auf einen leichten Rückgang der wahrgenommenen Hawkishness hin, obwohl der Index weiterhin deutlich über der neutralen Marke von 100 liegt.

Die schnelle Erholung von Gold wurde auch durch einen starken Ausverkauf bei den Ölpreisen unterstützt, nachdem neue Hoffnungen auf Diplomatie aufgekommen waren, da die Gespräche zwischen den USA und dem Iran unter Vermittlung Katars wieder aufgenommen werden sollten.

Goldpreis technische Analyse: Tages-Chart

Chart Analysis XAU/USD

Auf dem Tages-Chart notiert XAU/USD bei 4.175,27 USD und setzt seinen Rückgang unter alle wichtigen Simple Moving Averages fort, wodurch ein kurzfristig bärischer Bias bestehen bleibt. Der 21-Tage-SMA bei 4.320,18 USD, der 50-Tage-SMA bei 4.322,71 USD, der 100-Tage-SMA bei 4.287,98 USD und der 200-Tage-SMA bei 4.538,15 USD liegen alle oberhalb des Kurses als dynamischer Widerstand und untermauern die Vorstellung eines Marktes, der nun durch zuvor unterstützende Niveaus gedeckelt wird. Der Relative Strength Index (14) bei 39,78 bewegt sich knapp unterhalb des neutralen Bereichs und deutet nach dem jüngsten Rückgang auf anhaltendes, aber nicht extremes bärisches Momentum hin.

Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand an der fallenden Trendlinie bei rund 4.312,54 USD, vor einem dichten Cluster aus kurz- und mittelfristigen SMAs im Bereich von 4.320–4.323 USD, während der 100-Tage-SMA bei 4.287,98 USD und der längerfristige 200-Tage-SMA bei 4.538,15 USD höhere Barrieren markieren, falls sich eine tiefere Erholung entfaltet. Auf der Unterseite bleibt die wichtige strukturelle Unterstützung die steigende Trendlinie aus dem Bereich von 3.999,15 USD, die bei einer Fortsetzung nach unten das nächste bärische Ziel wäre und deren Verlust wahrscheinlich den Weg für eine breitere Korrekturphase öffnen würde.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)

Wirtschaftsindikator

Kernrate der persönlichen Konsumausgaben - Preisindex (Jahr)

Der Kernpreisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE), der monatlich vom US Bureau of Economic Analysis veröffentlicht wird, misst die Preisentwicklung bei Waren und Dienstleistungen, die von US-Verbrauchern gekauft werden. Er gilt als bevorzugter Inflationsindikator der US-Notenbank (Fed). Der YoY-Wert (Year-over-Year) vergleicht die Preise im Berichtsmonat mit denen desselben Monats im Vorjahr. Die Kernrate schließt die besonders schwankungsanfälligen Komponenten Lebensmittel und Energie aus, um ein klareres Bild des zugrunde liegenden Preisdrucks zu erhalten. Ein hoher Wert wird in der Regel als positiv (bullish) für den US-Dollar gewertet, während ein niedriger Wert als negativ (bärisch) gilt.

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Nächste Veröffentlichung: Mi Sept. 30, 2026 12:30

Häufigkeit: Monatlich

Prognose: 3.3%

Vorher: 3.3%

Quelle: US Bureau of Economic Analysis

Nach der Veröffentlichung des BIP-Berichts gibt das US Bureau of Economic Analysis neben den monatlichen Veränderungen der Privatausgaben und des Privateinkommens auch die Daten des PCE-Preisindexes (Personal Consumption Expenditures) bekannt. Die Entscheidungsträger des FOMC verwenden den jährlichen PCE-Kernpreisindex, der die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise ausschließt, als primären Maßstab für die Inflation. Ein stärker als erwartetes Ergebnis kann dem USD helfen, seine Rivalen zu übertreffen, da eine mögliche hawkishe Verschiebung in der Forward Guidance der Fed bevorstehen könnte und vice versa.

Inflation - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Inflation misst die Preissteigerung eines repräsentativen Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen. Der Anstieg wird in der Regel als prozentuale Veränderung zum Vorjahresmonat oder Vorquartal ausgewiesen. Die Kerninflation, die volatile Güter wie Lebensmittel und Energie ausschließt, ist der Maßstab, an dem sich Zentralbanken orientieren, um Preisstabilität zu gewährleisten.

Der Verbraucherpreisindex (CPI) misst die Preisentwicklung eines Warenkorbs von Gütern und Dienstleistungen über einen bestimmten Zeitraum. Er wird in der Regel als prozentuale Veränderung im Vergleich zum Vormonat (MoM) und zum Vorjahresmonat (YoY) ausgedrückt. Der Kern-CPI, der volatile Komponenten wie Lebensmittel und Energie ausschließt, steht im Fokus der Zentralbanken. Wenn der Kern-CPI über 2 % steigt, führt dies in der Regel zu Zinserhöhungen, und umgekehrt, wenn er unter 2 % fällt. Höhere Zinssätze sind in der Regel positiv für eine Währung, da sie zu Kapitalzuflüssen führen.

Entgegen der Intuition kann hohe Inflation den Wert einer Währung steigern, da Zentralbanken in der Regel die Zinsen erhöhen, um die Inflation zu bekämpfen. Dies lockt internationale Investoren an, die von höheren Renditen profitieren möchten.

Gold galt lange als sicherer Hafen in Zeiten hoher Inflation, da es seinen Wert behielt. In jüngerer Zeit hat sich dies jedoch verändert. Zwar wird Gold in Krisenzeiten nach wie vor als sicherer Hafen genutzt, doch hohe Inflation führt oft dazu, dass Zentralbanken die Zinssätze anheben. Dies belastet Gold, da höhere Zinsen die Opportunitätskosten für das Halten von Gold im Vergleich zu zinsbringenden Anlagen erhöhen. Niedrigere Zinsen hingegen machen Gold wieder attraktiver.

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