- Gold lässt die Erholung vom Montag von den Acht-Tages-Tiefs nach und kehrt am frühen Dienstag in Richtung 4.400 USD zurück.
- Der US-Dollar erholt sich deutlich inmitten von Risikoaversion aufgrund der Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie hawkishen Fed-Wetten.
- Gold attackiert den 21-Tage-SMA nahe 4.400 USD, nachdem er ihn am Montag verteidigt hatte; der RSI bleibt bullisch.
Gold bildet die negativen Handelsbewegungen nach, die am Montag in Asien zu sehen waren, da die Verkäufer am frühen Dienstag erneut zurückkehren, um die kritische Unterstützung knapp über der Marke von 4.400 USD erneut zu testen.
Gold kämpft vor wichtigen US-Daten
Gold gibt die vorherige Erholung von den Acht-Tages-Tiefs bei 4.397 USD wieder ab, da der US-Dollar (USD) inmitten eines risk-off Marktumfelds und steigender Renditen von US-Staatsanleihen über die gesamte Kurve hinweg deutlich zulegt.
Der Greenback erhält weiterhin Unterstützung durch erhöhte Wetten auf eine Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) im September, nachdem Vorsitzender Kevin Warsh am Freitag unmissverständlich signalisiert hatte, dass Zinserhöhungen nötig sein könnten, um die Inflation einzudämmen.
Laut dem FedWatch Tool der CME Group preisen die Märkte eine Wahrscheinlichkeit von 66 % für einen solchen Schritt ein, nach 41 % vor einer Woche.
Darüber hinaus lässt der erneute Ausbruch der Feindseligkeiten im Nahen Osten die geopolitische Risikoprämie unter den Händlern wieder aufleben, stützt die Attraktivität des USD als sicherer Hafen und wirkt als Gegenwind für das auf den Greenback lautende Edelmetall.
US-Präsident Donald Trump drohte am Montag nach dem ersten Austausch direkter Angriffe seit einem Monat mit weiteren Schlägen gegen den Iran, während die United Kingdom Maritime Trade Operations (UKMTO) mitteilte, dass ein Tanker Berichten zufolge von drei Projektilen getroffen worden sei, während er aus der Straße von Hormus auslief,
Gold-Händler blicken nun auf eine Reihe von US-Arbeitsmarktdaten, die im Laufe dieser Woche zur Veröffentlichung anstehen, um neue Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick der Fed zu erhalten.
Zu den wichtigsten US-Arbeitsmarktdaten zählen der ADP Employment Change und die US Nonfarm Payrolls (NFP), die am Mittwoch bzw. Freitag veröffentlicht werden.
Unterdessen werden die US JOLTS Job Openings Survey und der ISM Manufacturing Employment Index, die später am Dienstag anstehen, Goldhändlern einige Impulse liefern.
Abgesehen von den Daten bleiben auch die geopolitischen Entwicklungen im Nahen Osten im Fokus.
Analysten von ING heben hervor, dass Gold „wahrscheinlich empfindlich auf die kommenden US-Inflations- und Arbeitsmarktdaten reagieren wird“, wobei der kurzfristige Ausblick weiterhin eng an den makroökonomischen Datenkalender gebunden sei. Sie merken an, dass „Käufe der Zentralbanken und geopolitische Risiken weiterhin eine zugrunde liegende Unterstützung bieten sollten“, warnen jedoch, dass „ein stärkerer Dollar und Erwartungen höherer Zinsen für länger die kurzfristige Aufwärtsdynamik begrenzen könnten“, was darauf hindeutet, dass es Rallys schwer haben könnten, nachhaltigen Schwung zu entwickeln, solange die US-Politik restriktiv bleibt.
Goldpreis technische Analyse: Tages-Chart
Im Tages-Chart notiert XAU/USD bei 4.431,95 USD. Das Metall weist kurzfristig eine bullische Tendenz auf, da es über den 21-Tage-Simple Moving Average (SMA) bei 4.430,38 USD steigt und zudem komfortabel über dem 50-Tage-SMA bei 4.217,99 USD sowie dem 100-Tage-SMA bei 4.366,40 USD gehandelt wird, die gemeinsam den breiteren Aufwärtstrend stützen. Der Relative Strength Index (RSI) bei 52,96 liegt im neutralen Bereich und deutet nach dem jüngsten Anstieg eher auf ein stetiges als auf ein aggressives Aufwärtsmomentum hin.
Auf der Abwärtsseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 21-Tage-SMA nahe 4.430 USD, gefolgt vom 100-Tage-SMA bei rund 4.366 USD und dem 50-Tage-SMA bei etwa 4.218 USD, wo bei tieferen Rücksetzern Käufer wieder erwartet werden dürften. Auf der Oberseite wird der erste Widerstand durch den 200-Tage-SMA bei 4.530,78 USD definiert; ein nachhaltiger Durchbruch über diesen längerfristigen Durchschnitt würde den Weg für eine Fortsetzung der bullischen Sequenz in Richtung neuer Rekordhochs öffnen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Wirtschaftsindikator
JOLTS Stellenangebote
Die JOLTS-Stellenangebote (Job Openings and Labor Turnover Survey) sind eine monatliche Erhebung des US Bureau of Labor Statistics (BLS), die die Anzahl der offenen, unbesetzten Stellen in den USA misst. Die Umfrage erfasst Daten von Arbeitgebern aus verschiedenen Sektoren, darunter Einzelhandel, Industrie, Dienstleistungsunternehmen und öffentliche Verwaltung. Der Bericht liefert wichtige Einblicke in die Nachfrageseite des Arbeitsmarkts – also wie viele Arbeitsplätze von Unternehmen angeboten werden, unabhängig davon, ob sie letztlich besetzt werden. Eine hohe Zahl an offenen Stellen deutet auf eine starke Arbeitsnachfrage und potenziellen Fachkräftemangel, was Druck auf Löhne und Inflation ausüben kann. Daher wird ein Anstieg der JOLTS-Zahl häufig als bullish für den US-Dollar (USD) gewertet, während ein Rückgang als bearish interpretiert werden kann – insbesondere im Kontext anderer Arbeitsmarktdaten wie den Nonfarm Payrolls oder der Arbeitslosenquote.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Di Sept. 01, 2026 14:00
Häufigkeit: Monatlich
Prognose: 7.3Mio
Vorher: 7.359Mio
Quelle: US Bureau of Labor Statistics
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