• USD/IDR legt zu, da der US-Dollar angesichts hawkischer Fed-Stimmung und steigender Wetten auf eine Zinserhöhung im September wieder anzieht.
  • Die jährliche Inflation in Indonesien stieg im August auf 3,19% und übertraf damit die Markterwartungen.
  • Die chinesische Fabrikaktivität expandierte den neunten Monat in Folge, was dem indonesischen Rupiah Unterstützung bieten könnte.

USD/IDR legt nach leichten Verlusten wieder zu und handelt während der asiatischen Handelsstunden am Dienstag um 17.770. Das Währungspaar behauptet sich, da der US-Dollar (USD) angesichts der hawkischen Stimmung rund um die Federal Reserve (Fed) wieder anzieht.

Händler haben ihre Wetten auf eine Zinserhöhung im September deutlich erhöht, nachdem Vertreter der Fed angedeutet hatten, dass noch mehr getan werden müsse, falls die Inflation nicht dauerhaft zum 2%-Ziel zurückkehrt. Diese Verschiebung spiegelt sich darin wider, dass das CME FedWatch Tool nun eine Wahrscheinlichkeit von mehr als 66% für eine Zinserhöhung im September einpreist, deutlich mehr als rund 41% erst vor einer Woche. Anleger beobachten den prall gefüllten Wirtschaftskalender genau auf weitere geldpolitische Hinweise, wobei anstehende Daten aus dem US-Verarbeitenden Gewerbe und dem Dienstleistungssektor den Weg für den wichtigen US-Arbeitsmarktbericht für August am Freitag ebnen.

USD-Ausblick fest, da hawkische Fed und robuste US-Daten den Dollar stützen

Strategen von OCBC Group Research beschreiben die jüngste Anpassung ihrer Währungsprognosen als einen "Reset, not reversal" und merken an, dass sie "die Prognosen nach dem früheren USD-Ausverkauf aktualisiert haben, aber weiterhin mit einer moderaten USD-Stärke bis Anfang 2027 rechnen." Dem Team zufolge hat der "hawkische Ton" von Fed-Chef Warsh die Glaubwürdigkeit der Fed "untermauert" und sollte zusammen mit "robustem Wachstum und hartnäckiger Inflation" "die Geldpolitik restriktiv halten und den USD stützen", wodurch der Dollar in den kommenden Jahren auf einem leicht festeren Kurs bleiben dürfte.

Unterdessen bleibt der indonesische Rupiah (IDR) nach den heimischen Inflationsdaten unter Druck. Die jährliche Inflation in Indonesien beschleunigte sich im August von 2,88% im Juli auf 3,19% und lag damit leicht über den Markterwartungen von 3,13%, blieb jedoch innerhalb der Zielspanne der Bank Indonesia von 1,5%–3,5%. Die Kerninflation erreichte mit 2,92% den höchsten Stand seit März 2023 und übertraf die erwarteten 2,8%, während die Verbraucherpreise auf Monatsbasis um 0,21% anzogen.

Darüber hinaus expandierte die Industrieaktivität im wichtigsten Handelspartner Indonesiens, China, den neunten Monat in Folge, wobei der RatingDog Manufacturing Purchasing Managers’ Index (PMI) im August auf 51,5 stieg, die Prognose von 50,9 übertraf und die breitere wirtschaftliche Zuversicht stärkte.

Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.

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