• USD/JPY gewinnt im frühen europäischen Handel am Dienstag auf nahe 159,85 an Boden. 
  • Japans 10-jährige Rendite erreicht erstmals seit 1996 3%. 
  • Bessent erwartet, dass die BoJ Maßnahmen ergreift, um den japanischen Yen zu stärken.  

Das Paar USD/JPY steigt im frühen europäischen Handel am Dienstag auf rund 159,85. Japans 10-jährige Rendite erreichte erstmals seit drei Jahrzehnten 3%, nachdem US-Finanzminister Scott Bessent signalisiert hatte, dass die Vereinigten Staaten (US) wollen, dass die Bank of Japan (BoJ) die Zinsen aggressiver anhebt.

Bessent sagte am Dienstag, er glaube, dass die japanische Regierung und die Zentralbank Maßnahmen ergreifen werden, die zu einem stärkeren japanischen Yen (JPY) führen, wie CNBC berichtet. Der JPY bleibt jedoch trotz Bessents Äußerungen gegenüber dem US-Dollar (USD) schwach. 

Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama sagte, sie habe sich mit Bessent getroffen und man sei sich einig gewesen, dass eine geordnete Bewegung des JPY für die Stabilität der globalen Märkte entscheidend sei. Die USA und Japan bestätigten zudem, dass fortgesetzte und kooperative Maßnahmen zu diesem gemeinsamen Ziel beitragen würden. 

Der Fokus beim Yen bleibt auf der BoJ, da US-Vertreter Ueda auffordern, „das Richtige zu tun“

Strategen bei Scotiabank weisen darauf hin, dass der „Ausblick auf die relative Politik der Zentralbanken bis zur BoJ-Entscheidung am 18. September im Mittelpunkt bleibt“, wobei die Aufmerksamkeit zunehmend auf internationale Kommentare zum nächsten Schritt der Bank of Japan gerichtet ist. Sie verweisen auf Medienberichte, wonach US-Finanzminister Bessent von Gouverneur Ueda erwartet, „das Richtige zu tun“, was den externen Druck rund um die Sitzung unterstreicht. Scotiabank weist außerdem darauf hin, dass Vorstandsmitglied Takata später in dieser Woche sprechen soll, ein Auftritt, der die Erwartungen vor der geldpolitischen Entscheidung im September mitprägen könnte.

Chart Analysis USD/JPY

Technische Analyse: USD/JPY bleibt unter dem 100-Tage-SMA gedeckelt

Im Tages-Chart zeigt USD/JPY einen gedeckelten Ton, da sich das Paar unter dem 100-Tage-Durchschnitt (MA) und dem oberen Bollinger Band hält. Der Kurs liegt weiterhin über dem mittleren Bollinger Band der 20 Tage, was auf zugrunde liegende Nachfrage hindeutet, während der Relative Strength Index (RSI) bei 50,75 leicht positiv tendiert, aber noch nicht auf eine starke Richtungsüberzeugung hindeutet.

Auf der Oberseite liegt der unmittelbare Widerstand beim 100-Tage-MA bei 160,00, gefolgt vom oberen Bollinger Band um 160,35, wo erneut Verkaufsdruck auftreten könnte. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim mittleren Bollinger Band der 20 Tage bei 159,15, vor einer tieferen Unterstützung beim unteren Bollinger Band nahe 157,90, wo Käufer voraussichtlich den breiteren Aufwärtstrend verteidigen würden.

(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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