Der Goldpreis hat zwar gerade erst einen deutlichen Rücksetzer erfahren, doch viele Analysten sehen darin „normale“ Gewinnmitnahmen und erwarten, dass sich der Höhenflug des gelben Metalls, wenn auch vielleicht mit Verzögerung, fortsetzt. Dafür scheint auch zu sprechen, dass zuletzt die Nachfrage von Seiten der Investoren stark anzog.


Denn wie der World Gold Council jetzt meldete, verzeichneten in Nordamerika börsennotierte Gold-Fonds (ETFs) in der vergangenen Woche einen Mittelzufluss von 48 Tonnen Gold, die einen Gegenwert von 4,6 Mrd. USD hatten. Das ist auf Wochenbasis der stärkste Anstieg seit April. Gold hatte letzte Woche den achten wöchentlichen Anstieg hintereinander verbucht und zwischenzeitlich ein neues Hoch erreicht.

Viele Marktteilnehmer prognostizieren schon seit Längerem, dass der Goldpreis im Verlauf des Jahres 2025 die Marke von 3.000 USD pro Unze erreichen wird. Sollte sich das Erstarken der Investmentnachfrage nun fortsetzen, heißt es, könnte dies der entscheidende Faktor sein, um das gelbe Metall in neue Preisregionen vorstoßen zu lassen, hieß es.

Und viele Analysten sind der Ansicht, dass die Investmentnachfrage nach Gold noch Luft nach oben hat. Schließlich gilt das Edelmetall seit jeher als Vermögensschutz und viele Investoren betrachteten es auch als Absicherung gegen einen möglichen Kaufwertverlust des US-Dollars und anderer Währungen.

Kurzfristig Konsolidierung, langfristig weiter aufwärts?

Obwohl Gold zusätzlich unter anderem durch starke Käufe von Seiten der Notenbank Unterstützung erfährt und weiter erfahren dürfte, gibt es doch Stimmen, die darauf hinweisen, dass das Edelmetall möglicherweise vor einer Korrektur steht. Darauf deute hin, dass sich die Dynamik in der Preisentwicklung zuletzt deutlich verringert habe, sodass ein überverkauftes Bild entstanden sei. Auch eine längere Seitwärtsbewegung innerhalb einer Handelsspanne sei aus technischer Sicht aber möglich, um diese Situation aufzulösen, hieß es.

Anleger sollten jedoch auf keinen Fall das langfristige Bild aus den Augen verlieren, wurde argumentiert. Dass der Goldpreis überhaupt mit der Marke von 3.000 USD flirte, zeige, dass auch die Anleger nun realisieren würden, dass es sich bei dem Edelmetall um ein physisches Asset handle, dessen Wert in geopolitisch und wirtschaftlich unsicheren Zeiten steige. Umgekehrt zeige Gold damit eben auch, dass wir aktuell nach wie vor in einer Zeit erhöhter Unsicherheit leben würden.



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