XRP tritt auf der Stelle. Während viele Anleger auf den großen Befreiungsschlag hoffen, zeigt der Markt dem Ripple-Token aktuell die kalte Schulter. Am Mittwoch notiert XRP bei rund 1,88 US-Dollar – nach einem kurzen Ausflug auf 1,95 US-Dollar am Vortag. Die Richtung? Wieder nach unten.
Und das ist kein Zufall. Denn auch wenn institutionelle Investoren weiter Geld in XRP pumpen, fehlt etwas Entscheidendes: die Überzeugung der Masse. Ohne sie wird jeder Erholungsversuch zur Eintagsfliege.
Viel Geld von Profis – aber die Kleinanleger bleiben fern
Auf den ersten Blick sieht alles gar nicht so schlecht aus. XRP-ETFs verzeichnen seit vier Tagen in Folge Zuflüsse. Allein am Montag flossen knapp 8 Millionen US-Dollar in XRP-Spot-ETFs. Insgesamt summieren sich die Zuflüsse inzwischen auf 1,24 Milliarden US-Dollar, die Nettovermögen liegen bei 1,36 Milliarden US-Dollar.

Besonders auffällig: Der XRP-ETF von Bitwise sammelte mit rund 5,3 Millionen US-Dollar den Löwenanteil ein.
Das Problem: Dieses Geld kommt fast ausschließlich von institutionellen Investoren. Die breite Anlegermasse bleibt zurückhaltend – und genau das bremst XRP aus.
Alarmzeichen aus dem Derivate-Markt: Vertrauen schwindet
Noch deutlicher wird die Skepsis beim Blick auf den Futures-Markt. Das sogenannte Open Interest bei XRP-Futures liegt aktuell bei 3,29 Milliarden US-Dollar. Das ist kaum mehr als das Jahrestief von 3,26 Milliarden US-Dollar, das erst am Montag erreicht wurde.

Was das bedeutet?
Trader bauen Positionen ab, statt neue einzugehen. Kapital verlässt den Markt. Und wenn das passiert, fehlt dem Kurs der Treibstoff.
Kurz gesagt: Der Markt glaubt aktuell nicht an eine nachhaltige XRP-Rallye.
Chart schlägt Alarm: XRP scheitert an der 2-Dollar-Marke
Auch technisch sieht es düster aus. Der Versuch, die 2-Dollar-Marke zurückzuerobern, ist gescheitert. Bei 1,95 US-Dollar war Schluss. Danach ging es wieder bergab.
Der Relative-Strength-Index (RSI) liegt im Tageschart bei 42 – klar im bärischen Bereich. Sollte er weiter fallen, droht der nächste Rutsch. Erste wichtige Unterstützung liegt bei 1,81 US-Dollar, dem Tief vom Sonntag.
Fällt auch diese Marke, rückt das April-Tief bei 1,62 US-Dollar in den Fokus. Dort entscheidet sich, ob XRP noch einmal Boden findet – oder weiter abrutscht.
MACD bestätigt den Abwärtstrend
Auch der MACD gibt kein Entwarnungssignal. Die Linie liegt weiterhin unter dem Signal – ein klassisches Zeichen für kurzfristige Schwäche. Die Histogramm-Balken unter der Nulllinie zeigen: Viele Marktteilnehmer ziehen sich zurück und warten ab.
Das Ergebnis: Kaum Kaufdruck, viel Zurückhaltung, wenig Fantasie.
Diese Marken entscheiden jetzt über die Zukunft von XRP
Ganz abgeschrieben ist XRP trotzdem nicht. Eine Stabilisierung wäre möglich, wenn der Kurs klar über 1,90 US-Dollar steigt. Doch selbst dann ist Vorsicht geboten.
Der eigentliche Härtetest wartet weiter oben: Zwischen der 50-Tage-EMA bei 2,02 US-Dollar und der 200-Tage-EMA bei 2,38 US-Dollar liegt eine massive Angebotszone. Erst wenn XRP diesen Bereich nachhaltig überwindet, kann von einer echten Trendwende gesprochen werden.
Alles darunter bleibt: Erholung auf wackligem Fundament.
Fazit: XRP steckt fest – und Geduld ist jetzt Pflicht
XRP zeigt derzeit ein widersprüchliches Bild. Auf der einen Seite fließt weiter institutionelles Geld über ETFs. Auf der anderen Seite ziehen sich Trader zurück, Privatanleger bleiben skeptisch, und der Chart spricht eine klare Sprache.
Solange XRP unter 1,90 US-Dollar notiert, dominiert der Druck. Unter 1,81 US-Dollar droht eine Ausweitung der Verluste bis 1,62 US-Dollar. Erst oberhalb von 2,02 bis 2,38 US-Dollar würde sich das Blatt wirklich wenden.
Bis dahin gilt: Wer jetzt einsteigt, braucht starke Nerven – und noch stärkere Geduld.
Es wird alles unternommen, um genaue und vollständige Informationen bereitzustellen. Doch mit den Tausenden zur Verfügung gestellten Dokumenten, die oft innerhalb kurzer Zeit hochgeladen werden, können wir nicht garantieren, dass keine Fehler auftreten. Jede Wiederveröffentlichung oder Weiterverbreitung von FXStreet Inhalten ist ohne die vorherige schriftliche Zustimmung von FXStreet verboten. Der Handel mit Devisen auf Margin (Verrechnungskonto) trägt ein hohes Risiko und ist möglicherweise nicht für alle Investoren geeignet. Der hohe Hebel kann gegen Sie, sowie für Sie arbeiten. Vor der Entscheidung am Devisenmarkt zu handeln, sollten Sie sorgfältig Ihre Anlageziele, Erfahrung und Risikobereitschaft prüfen. Es besteht die Möglichkeit, dass Sie einen Verlust einiger oder aller Ihrer Investitionen erleiden und deshalb sollten Sie kein Geld investieren, dass Sie sich nicht leisten können zu verlieren. Sie sollten sich aller Risiken bewusst sein, die mit dem Devisenhandel verbunden sind und konsultieren Sie einen unabhängigen Finanzberater, wenn Sie irgendwelche Zweifel haben. Alle Meinungen, Nachrichten, Forschungen, Analysen, Kurse oder andere Informationen, welche diese Informationen enthalten, die von FXStreet, seinen Angestellten, Mitarbeitern oder Partnern bereit gestellt werden, sind als allgemeine Marktkommentare zu verstehen und bieten keine Anlageberatung. FXStreet übernimmt keine Haftung für irgendwelche Verluste oder Schäden, einschließlich, ohne Beschränkung auf entgangene Gewinne, die direkt oder indirekt mit der Verwendung oder im Vertrauen auf diese Informationen entstehen.
NEUESTE NACHRICHTEN
Autor wählen
XRP unter Druck: Warum Ripple trotz Millionen-Zuflüssen nicht vom Fleck kommt
XRP tritt auf der Stelle. Während viele Anleger auf den großen Befreiungsschlag hoffen, zeigt der Markt dem Ripple-Token aktuell die kalte Schulter. Am Mittwoch notiert XRP bei rund 1,88 US-Dollar – nach einem kurzen Ausflug auf 1,95 US-Dollar am Vortag. Die Richtung? Wieder nach unten.
Silberpreis schockt Anleger: Diese 150-Dollar-Prognose sprengt alles
Was hier gerade am Silbermarkt passiert, ist nichts weniger als eine Sensation. Während viele Anleger noch auf Gold starren, ist Silber in den vergangenen zwei Wochen um mehr als 30 % nach oben geschossen.
Ethereum-ETFs ziehen plötzlich Millionen an – doch Anleger bleiben skeptisch
US-Spot-ETFs auf Ethereum (ETH) haben am Montag netto knapp 117 Millionen US-Dollar an Zuflüssen verzeichnet und damit eine viertägige Phase mit Abflüssen beendet. Das geht aus Daten von SoSoValue hervor. Der positive Saldo ging ausschließlich auf das Produkt FETH von Fidelity zurück, das 137,2 Millionen Dollar einsammelte. Der Ethereum-ETF ETHA von BlackRock verzeichnete hingegen Abflüsse von 20,2 Millionen Dollar, während andere Produkte unverändert blieben.
Australiens CPI wird vor der wichtigen RBA-Geldpolitik-Sitzung voraussichtlich leicht steigen
Australien wird am Mittwoch den Bericht zum Verbraucherpreisindex (VPI) veröffentlichen, und es wird erwartet, dass die Inflation im Dezember im Jahresvergleich um 3,6% gestiegen ist, was leicht über dem vorherigen Wert von 3,4% liegt. Der monatliche VPI wird mit 0,7% prognostiziert, nachdem er im November bei 0% lag.
Das sollten Sie am Mittwoch, den 28. Januar, im Blick behalten:
Die Märkte könnten vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) am Mittwoch vorsichtig werden, da keine Änderung der Zinsen erwartet wird. Die Händler werden auch die Bemerkungen von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell auf der Pressekonferenz genau beobachten, um weitere Hinweise zur zukünftigen Geldpolitik zu erhalten.