Der Kryptomarkt ist mit voller Wucht ins neue Jahr gestartet. Innerhalb weniger Tage explodierten die Kurse vieler Coins – als gäbe es kein Morgen. Und das, obwohl die politische Lage in den USA erneut brodelt und Präsident Trump international wie innenpolitisch für Spannungen sorgt. Normalerweise Gift für Risikoanlagen. Doch Krypto tickt anders. Zumindest kurzfristig.
XRP stand plötzlich im Rampenlicht. Der Coin schoss innerhalb von weniger als einer Woche um rund 30 % nach oben. Von unter 1,90 US-Dollar ging es steil auf ein Mehrmonatshoch bei 2,40 US-Dollar. Anleger jubelten, Social Media brannte, FOMO machte sich breit. Als Gründe galten steigende ETF-Zuflüsse und sinkende XRP-Bestände auf den Börsen – klassisch bullish, zumindest auf den ersten Blick.
Doch dann kam der jähe Dämpfer. Die Rallye brach abrupt ab. Seit dem Hoch verlor XRP rund 12 % und notierte zuletzt nur noch bei 2,09 US-Dollar. Viele Anleger fragen sich jetzt: War das nur eine gesunde Korrektur – oder der Anfang von etwas deutlich Unangenehmerem?
Ein Blick auf die Charts liefert Stoff für schlaflose Nächte. Der bekannte Analyst Ali Martinez warnt davor, dass sich bei XRP eine sogenannte Gravestone-Doji-Kerze gebildet haben könnte. Seine Einschätzung ist deutlich: „Kein gutes Zeichen.“ Diese Kerzenformation gilt als klassisches bärisches Umkehrsignal. Sie sieht aus wie ein umgedrehtes „T“ und signalisiert vor allem eines: Die Käufer haben den Kurs zwar nach oben getrieben, wurden dort aber knallhart abgewiesen.

Besonders brisant wird dieses Signal, wenn es – wie jetzt bei XRP – direkt nach einem explosiven Kursanstieg auftritt. In solchen Fällen deutet ein Gravestone Doji oft nicht nur auf eine kleine Verschnaufpause hin, sondern auf die Gefahr eines längeren Abwärtstrends. Die Botschaft des Marktes ist klar: Die Bullen haben Momentum verloren.
Doch damit nicht genug. Ein weiteres Warnsignal kommt von den sogenannten Walen, also Großinvestoren. Direkt nach dem Kurssprung hatten riesige XRP-Transfers stark zugenommen – auf den höchsten Stand seit Oktober. Damals wurde bereits gewarnt: So ein plötzlicher Anstieg kann auf nervöse, instabile Marktbewegungen hindeuten.
Und genau das scheint sich nun zu bestätigen. Neue Daten zeigen einen massiven Einbruch der Whale-Aktivität. Große Transfers gehen deutlich zurück. Für den Markt ist das heikel. Denn wenn das „große Geld“ sich zurückzieht, fehlt oft die Kraft, um höhere Kurse zu verteidigen. Gerade in Kombination mit einem möglichen Umkehrsignal im Chart ist das eine gefährliche Mischung.
Unterm Strich steht XRP jetzt an einem kritischen Punkt. Die Fakten sind eindeutig: Eine starke Rallye, ein schneller Rücksetzer, ein potenziell bärisches Chartmuster und nachlassende Aktivität der Großinvestoren. Das heißt nicht, dass der Kurs zwangsläufig abstürzen muss. Aber es heißt: Die Risiken sind deutlich gestiegen.
Für Anleger gilt jetzt mehr denn je: Nerven bewahren, nicht blind der Euphorie folgen – und genau hinschauen, ob XRP die nächste Unterstützung halten kann. Denn wenn nicht, könnte aus der gefeierten Neujahrsrallye schneller ein böser Krypto-Kater werden, als vielen lieb ist.
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