XRP steht an einem Punkt, an dem Anleger in der Vergangenheit sehr genau hinschauen mussten. Nicht, weil der Kurs in US-Dollar spektakulär aussieht – sondern weil XRP im Vergleich zu Gold wieder extrem günstig ist. Genau dieses Verhältnis hat in früheren Zyklen mehrfach massive Trendwenden eingeläutet. Und jetzt ist XRP laut Charttechnik erneut dort angekommen.
XRP gegen Gold: Genau hier starteten die großen Rallyes
Während viele Anleger ausschließlich auf den Dollar-Kurs schauen, richtet sich der Blick erfahrener Marktbeobachter auf ein anderes Verhältnis: XRP im Vergleich zu Gold. Der Analyst Steph Is Crypto weist darauf hin, dass das XRP/Gold-Ratio wieder auf einer historischen Unterstützungszone liegt. Und diese Zone ist alles andere als zufällig.
In der Vergangenheit war genau dieses Preisniveau der Startpunkt für außergewöhnliche Bewegungen. Nach dem Erreichen dieser Zone legte XRP gegen Gold um rund 800 % im Jahr 2020 zu, um etwa 120 % im Jahr 2022 und um rund 530 % im Jahr 2024. Jedes Mal folgte eine deutliche Gegenbewegung, nachdem XRP relativ zu Gold „zu billig“ geworden war.

Entscheidend ist dabei: Es geht nicht um den XRP-Preis in Dollar. Es geht um Kaufkraft. Und historisch betrachtet kam es immer dann zu einer kräftigen Mean Reversion, wenn XRP dieses Verhältnis zu Gold erreicht hat.
RSI schlägt Alarm: Der Verkaufsdruck lässt nach
Zusätzlich sendet der Relative-Strength-Index ein klares Signal. Der RSI ist aktuell überverkauft. Das deutet darauf hin, dass der Abwärtsdruck nachlässt und Verkäufer zunehmend die Kontrolle verlieren. In der Vergangenheit war genau diese Kombination – historischer Support plus überverkaufter RSI – häufig der Beginn größerer Richtungswechsel.
Aktueller Kurs: Kleine Bewegung, große Bedeutung
Zum aktuellen Zeitpunkt notiert XRP bei 2,10 US-Dollar. Innerhalb von 24 Stunden entspricht das einem Plus von rund 2 %. Auf Wochensicht liegt der Kurs allerdings noch etwa 4 % im Minus. Dennoch ist die jüngste Bewegung bemerkenswert: XRP stieg von 2,05 auf 2,17 US-Dollar und durchbrach dabei die Marke von 2,14 US-Dollar – ein Widerstand, an dem der Kurs zuvor mehrfach gescheitert war.
Begleitet wurde dieser Ausbruch von deutlich höherem Handelsvolumen. Genau das ist ein Punkt, den viele Anleger unterschätzen. Steigender Kurs bei steigendem Volumen spricht für echtes Kaufinteresse und nicht nur für einen technischen Zufall.
ETF-Zuflüsse und leere Börsen: Eine explosive Mischung
Parallel dazu kam frische Nachfrage über Spot-XRP-ETFs in den Markt. Am Montag flossen 15,04 Mio. US-Dollar in diese Produkte, am Dienstag weitere 12,98 Mio. US-Dollar. Solche Zuflüsse sind besonders relevant, weil sie reale Nachfrage widerspiegeln.
Gleichzeitig liegen die XRP-Bestände auf Börsen nahe Mehrjahrestiefs. Das bedeutet: Kommt neue Nachfrage in den Markt, kann es schneller zu stärkeren Kursbewegungen kommen, weil schlicht weniger XRP sofort verfügbar ist. Dieses Zusammenspiel aus Nachfrage und Angebotsknappheit erhöht die Volatilität – nach oben wie nach unten.
Charttechnik: Der Markt spannt die Feder
Aus technischer Sicht bleibt das Bild konstruktiv. Der Analyst EGRAG CRYPTO beschreibt, dass XRP im 3-Tage-Chart innerhalb eines absteigenden Kanals immer enger zusammenläuft. Besonders im Fokus steht dabei die Zone zwischen 2,30 und 2,40 US-Dollar. Ein sauberer Schlusskurs über 2,40 US-Dollar im 3-Tage-Chart könnte laut seiner Einschätzung einen bestätigten Ausbruch liefern.
In diesem Szenario wären Anschlussbewegungen in Richtung 2,70 US-Dollar und 3,13 US-Dollar möglich. Unterstützend wirkt zudem, dass XRP weiterhin über der 50- und der 200-EMA notiert. Die 50-EMA flacht ab, während die 200-EMA weiter nach oben zeigt – ein Zeichen dafür, dass der übergeordnete Trend intakt ist. Die zentrale Unterstützung liegt aktuell bei 2,00 US-Dollar.
Ein weiterer Analyst, CW, sieht XRP bereits aus einem großen Dreiecksmuster ausbrechen. Seiner Einschätzung nach befindet sich der Markt nun in einer neutralen Phase – mit klarer Tendenz nach oben. Sein nächstes großes Ziel: das Allzeithoch bei 3,65 US-Dollar.
Zyklus-Phase 4? Warum jetzt viele genauer hinschauen
Langfristige Chartmodelle deuten darauf hin, dass XRP sich möglicherweise in Phase 4 seines Marktzyklus befindet. In früheren Zyklen führte genau dieser Übergang zu mehrmonatigen Aufwärtsbewegungen. Sollte XRP das Allzeithoch nachhaltig überwinden, ergibt sich aus Fibonacci-Projektionen ein theoretisches Ziel von bis zu 22 US-Dollar.
Wichtig: Dieses Szenario ist an klare Bedingungen geknüpft. Ohne einen Bruch des Allzeithochs bleibt es eine Projektion – mit einem Bruch könnte es jedoch für viele Anleger plötzlich realistisch werden.
Fazit: Der Dollar-Chart täuscht – der Gold-Vergleich triggert
Wer nur auf den Dollar-Preis schaut, sieht aktuell wenig Spektakuläres. Wer jedoch XRP im Verhältnis zu Gold betrachtet, erkennt ein Muster, das sich in der Vergangenheit mehrfach wiederholt hat. Historischer Support, überverkaufter RSI, steigendes Volumen, ETF-Zuflüsse und niedrige Börsenbestände – diese Kombination trat in früheren Zyklen oft kurz vor starken Bewegungen auf.
Ob sich die Geschichte wiederholt, entscheidet sich an den kommenden Schlüsselzonen. Klar ist jedoch: XRP steht wieder an einem Punkt, an dem der Markt in der Vergangenheit selten ruhig geblieben ist. Genau solche Phasen sind es, in denen Aufmerksamkeit entsteht – und in denen sich entscheidet, wer früh reagiert und wer erst dann einsteigt, wenn die Schlagzeilen bereits überall sind.
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