- Die Ölpreise steigen um über 3 % auf nahe 74,30 USD angesichts der Befürchtungen, dass der Krieg im Nahen Osten neu entfachen wird.
- US-Präsident Trump erklärt, dass das Memorandum of Understanding (MoU) mit dem Iran beendet ist.
- Das US-Zentralkommando griff den Iran an, nachdem dieser kommerzielle Schiffe im Transit durch die Straße von Hormus angegriffen hatte.
Die Futures auf West Texas Intermediate (WTI) an der NYMEX steigen im europäischen Handel am Mittwoch um 3,2 % auf nahe 74,30 USD, den höchsten Stand seit zwei Wochen. Der Ölpreis steigt stark an, da die Bestätigung von US-Präsident Donald Trump, dass das Memorandum of Understanding (MoU) mit dem Iran, das auf die Beendigung des Krieges im Nahen Osten abzielte, beendet ist, die Risiken einer globalen Energieversorgungsunterbrechung wiederbelebt hat.

Auf dem NATO-Gipfel in Ankara, Türkei, sagte US-Präsident Trump: „Ich denke, das MoU mit dem Iran ist vorbei.“ Trump fügte hinzu: „Wir haben letzte Nacht sehr kraftvoll die sehr gefährlichen Leute aus dem Iran angegriffen. Sie sind krank; mit ihnen stimmt etwas nicht“, berichtete Moneycontrol.
Letzte Nacht bestätigte das US-Zentralkommando den Angriff auf die militärische Infrastruktur des Iran als Reaktion auf den Angriff Teherans auf kommerzielle Schiffe, die am Dienstag durch die Straße von Hormus, eine wichtige Passage für fast ein Fünftel der globalen Energieversorgung, fuhren.
Der Ölpreis könnte weiter steigen, falls der Krieg im Nahen Osten neu entfachen sollte. Die Ölpreise stiegen in den ersten neun Märztagen um fast 70 %, als der Krieg im Nahen Osten begann und der Iran als Reaktion auf kollektive Angriffe der USA und Israels die Straße von Hormus schloss.
Währungen von Volkswirtschaften, die stark auf Ölimporte zur Deckung ihres Energiebedarfs angewiesen sind, werden voraussichtlich die Hauptleidtragenden höherer Ölpreise sein.
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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