• Der Australische Dollar schwächt sich gegenüber dem US-Dollar ab, nachdem US-Präsident Trump sagte, er glaube, dass das MoU mit Iran beendet sei.
  • Die Markstimmung wird nach den Äußerungen von US-Präsident Trump deutlich risikoscheu.
  • Hauser von der RBA signalisiert, dass die Zentralbank sich verpflichtet hat, die Inflation auf das Ziel zu bringen.

Der Australische Dollar (AUD) gibt seine frühen Gewinne ab und fällt während der europäischen Handelssitzung am Mittwoch gegenüber dem US-Dollar (USD) auf etwa 0,6915 zurück. Das Aussie-Paar steht unter Verkaufsdruck, da Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump, dass das Memorandum of Understanding (MoU) mit Iran, das auf einen Waffenstillstand abzielte, offenbar beendet sei, die Nachfrage nach sicheren Anlagen ausgelöst haben.

„Ich denke, das MoU mit Iran ist vorbei“, sagte US-Präsident Trump. „Ich will mich nicht mit Iran auseinandersetzen. Sie sind kranke Menschen“, fügte er hinzu.

Die S&P 500-Futures fallen um über 0,7 % auf etwa 7.445 und spiegeln eine schwache Risikobereitschaft der Anleger wider. Der US Dollar Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen misst, bewegt sich nach der Erholung früherer Verluste nahezu seitwärts bei rund 101,15.

Am frühen Tag hatte sich der Australische Dollar besser entwickelt, nachdem die stellvertretende Gouverneurin der RBA, Sarah Hunter, bekräftigt hatte, dass die Zentralbank bei Bedarf handeln werde, damit die Inflation wieder das Ziel erreicht und eine nachhaltige Vollbeschäftigung aufrechterhalten wird.

Unterdessen warten die Anleger auf das Protokoll der geldpolitischen Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) im Juni, das um 18:00 GMT veröffentlicht wird.

Die Anleger werden das FOMC-Protokoll genau verfolgen, um Hinweise darauf zu erhalten, warum die politischen Entscheidungsträger darauf verzichtet haben, eine Forward Guidance zu den Zinssätzen zu geben. In der geldpolitischen Pressekonferenz sagte Fed-Chef Kevin Warsh: „Die politischen Entscheidungsträger waren sich einig, dass die sogenannte Forward Guidance in der aktuellen politischen Lage nicht gut geeignet ist.“

 

Risikostimmung - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.

In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.

Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.

Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.


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