- Der Ölpreis erholt sich kräftig auf nahe 81,00 USD, nachdem er eine dreitägige Verlustserie beendet hat.
- Das US CENTCOM und Saudi-Arabien haben gemeinsam gegen dem Iran nahestehende Kräfte im Irak angegriffen.
- Anleger erwarten, dass die Fed die Zinssätze unverändert lässt.
West Texas Intermediate (WTI), Futures an der NYMEX, notieren im frühen europäischen Handel am Mittwoch 3,2% höher bei rund 81,00 USD. Der Ölpreis erholt sich kräftig, da gemeinsame Angriffe des United States (US) Central Command (CENTCOM) und Saudi-Arabiens auf vom Iran unterstützte militärische Gruppen im Irak die Sorgen vor einer längeren Störung der globalen Energieversorgung neu entfacht haben.
Spät am Dienstag berichtete das saudische Verteidigungsministerium, dass es in Abstimmung mit dem US CENTCOM gezielte Angriffe gegen dem Iran nahestehende bewaffnete Gruppen im Irak durchgeführt habe, wie Al Jazeera berichtete. CENTCOM erklärte, dass diese Angriffe eine Vergeltung für geplante Attacken auf US-Streitkräfte und saudische Ölanlagen in den Regionen Eastern Province und Riyadh gewesen seien.
Unterdessen deutet der gedämpfte Verkehr nahe der Straße von Hormus, einem wichtigen Durchgang für fast 20% der weltweiten Energieversorgung, darauf hin, dass das globale Energieangebot knapp bleiben wird. Öltanker scheuen die Nutzung der Hormus-Route, da iranische Kräfte sie beim Durchfahren angreifen.
Zuvor hatte das iranische Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) erklärt, dass drei Öltanker 'getroffen und gestoppt' worden seien, nachdem sie Warnungen in der Hormus ignoriert hätten.
Im weiteren Verlauf des Tages werden sich Anleger auf die geldpolitische Entscheidung der Federal Reserve (Fed) konzentrieren. Laut dem CME FedWatch Tool sehen Händler eine Wahrscheinlichkeit von 69,5%, dass die Fed die Zinssätze in der Spanne von 3,50%-3,75% unverändert lässt.
WTI technische Analyse

WTI US Oil notiert höher bei rund 80,93 USD. Der Ölpreis strebt eine Rückkehr über den 20-Tage Exponential Moving Average (EMA) an, der bei rund 80,37 USD liegt.
Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) nahe 51 deutet auf ein neutrales bis positives Momentum hin und lässt vermuten, dass sich die jüngste Erholung ausweiten könnte, solange der Preis über dem kurzfristigen EMA verankert bleibt.
Auf der Unterseite wird die unmittelbare Unterstützung durch das Tief vom 28. Juli bei 77,16 USD definiert, gefolgt vom Tief vom 13. Juli bei 72,53 USD. Nach oben würden sich die Chancen auf einen erneuten Anstieg des Ölpreises in Richtung des 50-Tage-Hochs bei 92,25 USD verbessern, sobald sich die Erholung über das Hoch vom 27. Juli bei 84,58 USD ausweitet.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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