Trotz eines temporären Bodens sind die Ölpreise den dritten Tag in Folge gefallen. Die US-Sorte WTI hat sich von den Jahreshochs von 72,83 Dollar zurückgezogen, da die Opec ihre Ölproduktion erhöhen könnte, um die potenziellen Angebotsengpässe aus Venezuela und dem Iran auszugleichen.

Venezuela befindet sich inmitten einer tiefen Krise und seine Ölproduktion ist auf den tiefsten Stand seit 70 Jahren gefallen, während drohende Sanktionen gegen den Iran in einer Versorgungslücke von bis zu 500.000 Barrel pro Tag münden könnten, sagen Analysten.

Inzwischen wurde berichtet, dass die Internationale Seeschifffahrtsorganisation (IMO) neue Emissionsnormen durchsetzen wird, um die Verschmutzung durch Schiffe zu reduzieren. Sie soll am 1. Januar 2020 in Kraft treten, was nach Ansicht von Analysten ein weiterer wichtiger Treiber für die Ölpreise in den nächsten zwei Jahren sein kann, da die Energie- und Schifffahrtsbranche noch nicht ganz bereit für den bevorstehenden Wandel ist. 

Konkret geht es der IMO darum, die Schwefelemissionen zu reduzieren, die bei saurem Regen auftreten und die Tier- und Pflanzenwelt schädigen und auch für Atemwegserkrankungen verantwortlich sind.

Investoren werden am Freitag um 17:00 Uhr GMT auf die wöchentliche Zahl der aktiven US-Ölbohrungen achten, die zwar kurzfristige Handelsmöglichkeiten bieten kann, aber höchstwahrscheinlich keine langfristigen Richtungshinweise liefern wird.

Wichtige Kursniveaus

Die nächsten Unterstützungen wegen bei 70,24 und 69,55. Widerstände befinden sich dagegen bei 71,60 und 72,83.

 

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