- Der WTI-Preis fällt, da die Bedenken über eine schwächelnde Ölnachfrage angesichts sinkender Wahrscheinlichkeiten für Zinssenkungen der Fed steigen.
- Die US-NFP zeigten 147.000 neu geschaffene Arbeitsplätze, während die Arbeitslosenquote im Juni auf 4,1% sank.
- Das US-Finanzministerium und das Außenministerium kündigten Sanktionen gegen ein Netzwerk an, das in den Schmuggel iranischen Öls verwickelt ist.
Der Preis für West Texas Intermediate (WTI)-Öl setzt seine Verluste im zweiten aufeinanderfolgenden Handelstag fort und wird am Freitag während der asiatischen Handelsstunden bei rund 66,10 USD pro Barrel gehandelt. Die Rohölpreise sinken aufgrund einer potenziellen Abschwächung der Ölnachfrage, die durch den soliden Arbeitsmarkt unterstützt wird, was die Argumentation für die US-Notenbank (Fed) stärkt, die Zinssätze beizubehalten. Es ist wichtig zu beachten, dass höhere Kreditkosten die wirtschaftlichen Aktivitäten in den Vereinigten Staaten (US), dem größten Ölverbraucher der Welt, dämpfen und die Rohölpreise schwächen.
Die US-Nichtlandwirtschaftlichen Beschäftigungszahlen (NFP) zeigten, dass die US-Arbeitskräfte um 147.000 Arbeitsplätze wuchsen und damit die erwarteten 110.000 im Juni übertrafen. Darüber hinaus sank die Arbeitslosenquote von 4,2% auf 4,1%. In der Zwischenzeit fielen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 233.000, nach 237.000.
Darüber hinaus warten die Investoren auch auf Klarheit über die Pläne von US-Präsident Donald Trump zu Zöllen auf verschiedene Länder. Trump sagte am späten Donnerstag, dass er "beginnen wird, ab Freitag Briefe zu Handelszöllen zu versenden." Er teilte den Reportern mit, dass er Briefe an jeweils 10 Länder senden werde, in denen die Zolltarife von 20% bis 30% festgelegt werden, so Reuters.
Zusätzlich sind die Organisation der erdölexportierenden Länder (OPEC) und ihre Verbündeten, bekannt als OPEC+, bereit, bei ihrem Treffen an diesem Wochenende eine Erhöhung der Produktion um 411.000 Barrel pro Tag für August anzukündigen. Der gesamte Produktionsanstieg im Jahr 2025 wird den Zuwachs auf 1,78 Millionen Barrel pro Tag erhöhen, was mehr als 1,5% der globalen Ölnachfrage entspricht.
Der Rückgang der Ölpreise könnte begrenzt sein, da das US-Finanzministerium und das Außenministerium am Donnerstag separate Sanktionen gegen ein Netzwerk ankündigten, das iranisches Öl als irakisches Öl schmuggelt, sowie gegen eine von der Hisbollah kontrollierte Finanzinstitution, so Reuters.
WTI Öl - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.
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