Worldline hat seine strategische Ausrichtung bis 2030 konkretisiert und umfassende Schritte zur Neuausrichtung angekündigt. Der Zahlungsdienstleister rechnet in den Jahren 2027 bis 2030 mit einem durchschnittlichen Umsatzanstieg von rund 4 Prozent pro Jahr und strebt ein EBITDA von 1 Milliarde Euro am Ende des Planungszeitraums an.

Zur Umsetzung der Maßnahmen plant das Unternehmen eine Kapitalerhöhung über insgesamt 500 Millionen Euro. Ein wesentlicher Teil davon entfällt auf bereits zugesagte Mittel institutioneller Investoren. Die Transaktion setzt sich aus einer gezielten Platzierung sowie einer anschließenden Bezugsrechtsemission zusammen.

Darüber hinaus trennt sich Worldline von seinem Geschäft für Electronic Data Management, das für 30 Millionen Euro an SIX abgegeben wird.

Für das Geschäftsjahr 2026 stellt der Konzern ein moderates organisches Wachstum in Aussicht. Das bereinigte EBITDA dürfte leicht unter dem Niveau des erwarteten Tiefpunkts für 2025 liegen. Der freie Cashflow wird voraussichtlich weiter im negativen Bereich bleiben, soll jedoch ab 2027 ins Plus drehen und sich bis 2030 deutlich verbessern.

Im Mittelpunkt der neuen Strategie stehen eine Vereinfachung der Strukturen, die Modernisierung zentraler Plattformen, eine stärker integrierte Betriebsorganisation mit Offshoring-Kapazitäten sowie Maßnahmen zur Verbesserung der kommerziellen Effizienz.

Marktschätzungen zufolge könnte Worldline 2026 beim Umsatz nur leicht zulegen. Während Merchant Services einen moderaten Anstieg verzeichnen könnte, wird für Financial Services ein Rückgang erwartet. Das EBITDA dürfte laut Prognosen auf rund 851 Millionen Euro steigen.

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