Es sagt schon viel über eine Finanzzeitung aus, wenn sie mit dubiosen Charts den Lesern erklären möchte, dass sie unschuldig ist und keine Informationen an Shortseller geleaked haben soll, bevor die diffamierenden Berichte über mögliche Bilanzmanipulation und Dokumentenfälschung bei Wirecard in Singapur Ende Januar über die Ticker liefen.  

In einem Artikel beteuerte Financial Times Journalist Paul Murphy, dass weder Dan McCrum noch Stefania Palma in Kontakt mit Hedgefonds oder anderen „bösen“ Shortsellern standen. 

Von der Financial Times erwartet man eigentlich sachlich fundierte Berichte, aber nicht so einen traurigen Erklärungsversuch, warum McCrum unschuldig sein soll, wie von Paul Murphy. 

Selbst wenn Dan McCrum oder Stefania Palma die Informationen nicht vorher geleaked hatten, ist es doch sehr auffällig, dass bei einer negativen Berichterstattung rund um Wirecard immer wieder der Herr McCrum mit von der Partie ist. Und auch deshalb sind die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München gegen den Journalisten mehr als legitim. 

Im Februar 2016 griff McCrum eine Studie über ein bis dato unbekanntes Analysenhaus auf und machte daraus die Story des Jahres. Als Journalist sollte man sich vorher über seine Quellen erkundigen und alles doppelt gegenprüfen. Das scheint Herr McCrum aber noch nicht verinnerlicht zu haben. Ein klarer Fall von Beihilfe zur Marktmanipulation, die dem Journalisten der Financial Times die Glaubwürdigkeit kostete.

Und jetzt beteuert Paul Murphy die Unschuld von McCrum in einem seperaten Artikel in der Financial Times. Das ist an Überheblichkeit kaum noch zu toppen. 

Es bleibt nur zu hoffen, dass die Anwaltskanzlei in Singapur den Abschlussbericht zeitnah vorlegt und damit die Zweifel an Wirecard ausräumt. Wünschenswert wäre außerdem, wenn die Financial Times in Zukunft nicht mehr den Autoren McCrum über Wirecard berichten lässt, sondern jemand anders einsetzt, der objektiver und gewissenhafter mit dem Thema umzugehen weiß. 

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