• USD/JPY gewinnt an Folge-Impuls, da Japans schwächerer CPI den JPY untergräbt.
  • Der USD befindet sich nahe einem Ein-Monats-Hoch, unterstützt durch hawkische Neubewertungen der Fed und stützt die Kassapreise.
  • Das technische Setup unterstützt die Argumentation für weitere Gewinne, während die Bullen auf wichtige US-Makrodaten warten.

Das Währungspaar USD/JPY gewinnt zum dritten Mal in Folge an positivem Impuls und steigt am Freitag auf über ein Ein-Wochen-Hoch, im Bereich von 155,35-155,40. Die heute früh veröffentlichten Daten zeigten, dass der wichtigste Inflationsindikator Japans auf den langsamsten Anstieg seit zwei Jahren zurückgegangen ist, was die Erwartungen an eine sofortige geldpolitische Straffung durch die Bank of Japan (BoJ) dämpft. Abgesehen davon untergraben Bedenken hinsichtlich der fiskalischen Gesundheit Japans den japanischen Yen (JPY) und wirken als Rückenwind für das Währungspaar.

Der US-Dollar (USD) hingegen bleibt stabil nahe seinem höchsten Stand seit dem 23. Januar, da die Wetten auf eine aggressive Lockerung durch die US-Notenbank (Fed) nachlassen. Dies erweist sich als weiterer Faktor, der dem USD/JPY-Paar zusätzlichen Auftrieb verleiht. In der Zwischenzeit erklärte Japans Premierministerin Sanae Takaichi, dass sie das Verhältnis von Schulden zu BIP stetig senken und die fiskalische Nachhaltigkeit wiederherstellen werde. Dies hilft, die Sorgen des Marktes zu lindern, begrenzt die Verluste des JPY und deckelt das Paar.

Darüber hinaus scheinen die Anleger überzeugt zu sein, dass die BoJ an ihrem Kurs der geldpolitischen Straffung festhalten wird. Dies stellt eine signifikante Divergenz im Vergleich zur wachsenden Akzeptanz dar, dass die Fed die Kreditkosten in diesem Jahr mindestens zweimal senken wird, und trägt dazu bei, das USD/JPY-Paar zu begrenzen. Die Händler scheinen ebenfalls zögerlich zu sein und warten nun auf die wichtigen US-Makrodaten – den vorläufigen BIP-Bericht für das vierte Quartal und den Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) – für neuen Schwung.

Aus technischer Sicht begünstigen die jüngsten wiederholten Rücksprünge vom 200-Tage-Exponential Moving Average (EMA) und ein Überwinden des 38,2%-Fibonacci-Retracement-Levels des scharfen Korrekturrückgangs vom Januar-Hoch die USD/JPY-Bullen. In der Zwischenzeit bewegt sich der Moving Average Convergence Divergence (MACD) in den positiven Bereich nahe der Nulllinie. Die MACD-Linie steht leicht über der Signallinie, und das Histogramm ist moderat positiv, was auf ein verbessertes Momentum hindeutet.

Der Relative Strength Index (RSI) bei 50 (neutral) spiegelt einen ausgewogenen Druck wider und deutet darauf hin, dass der Anstieg auf ein Hindernis nahe dem 50%-Retracement bei 155,79 stoßen könnte, bevor das 61,8%-Fibo-Retracement bei 156,64 erreicht wird. Eine Fortsetzung des Aufwärtsimpulses würde sich verstärken, wenn das USD/JPY-Paar die Widerstände überwindet und einen Weg zum 78,6%-Fibo-Retracement bei 157,86 öffnet. Wenn es den Käufern nicht gelingt, den Widerstand zu überwinden, könnten die Kassapreise in Richtung des 200-Tage-EMA bei 152,63 und dem Swing-Tief bei 152,15 zurückfallen.

Das steigende 200-Tage-EMA bei 152,63 hält jedoch die breitere Tendenz unterstützt. Rückzüge würden anfängliche dynamische Unterstützung in der Nähe dieses Durchschnitts finden. Die moderat positive Haltung des MACD und ein leicht sich verbreiterndes Histogramm verstärken den positiven Ton, obwohl beide nahe der Nulllinie bleiben. Der RSI um 50 hält eine konsolidierende Tendenz aufrecht, und ein Anstieg über die mittleren 50er würde der Erholung Überzeugung verleihen.

(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst.)

USD/JPY Tageschart

Chart Analyse USD/JPY

Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.

Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.

Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.

Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.

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