- USD/JPY konsolidiert um 161,60, da hawkische BoJ-Unterstützung für den japanischen Yen den outperformenden US-Dollar ausgleicht.
- Ein BoJ-Mitglied erwartet, dass die Zinssätze so bald wie möglich auf 2 % steigen.
- BoJ-Mitglied Asada, vom Premierminister Takaichi ernannt, stimmte bei der Zinserhöhung in der Sitzung diesen Monat dagegen.
Das Paar USD/JPY handelt während der europäischen Handelssitzung am Mittwoch in einer engen Spanne um 161,60. Das Paar konsolidiert, da hawkische Wetten der Bank of Japan (BoJ) den japanischen Yen (JPY) gegenüber der anhaltenden Outperformance des US-Dollars (USD) stützen.
Früher am Tag zeigte das Summary of Opinions (SoP) der BoJ-Sitzung im Juni, dass die Mehrheit der Beamten weitere Zinserhöhungen befürwortet, um den steigenden Inflationsrisiken entgegenzuwirken. Außerdem sagte ein Vorstandsmitglied, dass der japanische Leitzins so bald wie möglich näher an den geschätzten neutralen Satz von etwa 2 % herangeführt werden müsse.
Das BoJ-SoP zeigte auch, dass das neue Vorstandsmitglied Toichiro Asada, der Ernannte von Premierministerin (PM) Sanae Takaichi, gegen die Zinserhöhung stimmte und dabei auf Abwärtsrisiken für Inflation und Beschäftigung aufgrund der Nahost-Krise verwies. In der geldpolitischen Sitzung erhöhte die BoJ die Zinssätze um 25 Basispunkte (bps) auf 1 %.
Unterdessen zeigt ein Reuters-Bericht, dass die BoJ nahezu sicher ist, im Dezember dieses Jahres eine weitere Zinserhöhung vorzunehmen.
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, 0,1 % höher bei knapp 101,50, dem höchsten Stand seit über einem Jahr.
USD/JPY technische Analyse

USD/JPY handelt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unverändert bei rund 161,65. Das Paar behält eine kurzfristig bullische Tendenz bei, da der Kurs deutlich über dem 20-Wochen-Exponentiell Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 158,72 liegt und damit den übergeordneten Aufwärtstrend intakt hält.
Der wöchentliche Relative Strength Index (RSI) bei 64,11 bleibt im positiven Bereich, aber unterhalb der überkauften Niveaus, was auf ein starkes, jedoch nicht extremes Aufwärtsmomentum hindeutet.
Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim runden Niveau von 160,00, gefolgt vom 20-Wochen-EMA bei 158,72. Auf der Oberseite würde das Paar in unbekanntes Terrain vordringen, wenn es über das Allzeithoch bei rund 162,00 ausbricht.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Bank of Japan - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.
Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.
In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.
Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.
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Das sollten Sie am Mittwoch, den 24. Juni, im Blick behalten:
Der US-Dollar gewinnt Mitte der Woche weiter an Stärke gegenüber seinen wichtigsten Rivalen, gestützt durch die risikoscheue Marktstimmung und wachsende Erwartungen an eine Zinserhöhung der Federal Reserve bereits im September. Auf dem Wirtschaftskalender stehen die IFO-Geschäftserwartungsdaten aus Deutschland.