- USD/JPY zieht den dritten Tag in Folge Käufer an und erhält Unterstützung durch eine Kombination von Faktoren.
- Die Ungewissheit über die Politik der BoJ und eine schwache Binnenwirtschaft schwächen den japanischen Yen weiterhin.
- Geringere Wetten auf eine Zinssenkung der US-Notenbank stützen den USD und tragen zu der anhaltend positiven Entwicklung des Paares bei.
Das Paar USD/JPY steigt den dritten Tag in Folge - und damit zum vierten Mal in den vergangenen fünf Tagen - und klettert im Laufe des asiatischen Handels am Dienstag auf ein Wochenhoch um die 157,25-Marke. Die Kassapreise bleiben jedoch unter der Angebotszone von 157,65-157,70, da sich die Händler im Vorfeld der in dieser Woche anstehenden wichtigen US-Makrodaten und Zentralbankereignisse zurückhaltend zeigen.
Am Mittwoch werden die Zahlen zur Verbraucherinflation in den USA veröffentlicht, gefolgt von der mit Spannung erwarteten geldpolitischen Entscheidung des FOMC. Die Anleger werden nach Hinweisen auf den wahrscheinlichen Zeitpunkt suchen, zu dem die Federal Reserve (Fed) mit der Senkung der Zinssätze beginnen wird. Dies wiederum wird die kurzfristige Kursdynamik des US-Dollars (USD) maßgeblich beeinflussen und dem Paar USD/JPY im Vorfeld der Entscheidung der Bank of Japan (BoJ) am Freitag einen bedeutenden Impuls verleihen.
Die Marktteilnehmer sind nach wie vor unsicher, ob die japanische Zentralbank angesichts der schwächeren Wirtschaft eine Reduzierung der monatlichen Staatsanleihekäufe ankündigen wird. Tatsächlich berichtete das Cabinet Office am Montag, dass die Wirtschaft im ersten Quartal um 0,5% und im Jahresvergleich um 1,8% geschrumpft ist. Zusammen mit einer stabilen Performance an den Aktienmärkten dürfte dies den japanischen Yen (JPY) schwächen und sich als wichtiger Faktor erweisen, der dem Paar USD/JPY Rückenwind verleiht.
Der USD hingegen hält sich in der Nähe seines höchsten Niveaus seit dem 14. Mai, das er am Montag erreicht hat, und erhält weiterhin Unterstützung durch die wachsende Akzeptanz, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen noch länger hochhalten könnte. Diese Erwartungen wurden durch die am Freitag veröffentlichten US-Arbeitsmarktdaten, die besser ausfielen als erwartet, genährt. Dies wiederum begünstigt die USD-Bullen und unterstützt die Aussichten auf eine Fortsetzung des jüngsten Anstiegs des Paares USD/JPY über den 50-Tage-SMA (Simple Moving Average).
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