• USD/CHF fällt, da der US-Dollar vor dem verzögerten US-Arbeitsmarktbericht am Mittwoch schwächer wird, was Hinweise auf die Zinsausblicke signalisiert.
  • Die Märkte erwarten, dass die Nonfarm Payrolls 70.000 Arbeitsplatzgewinne zeigen, während die Arbeitslosenquote im Januar stabil bei 4,4% bleibt.
  • Der Schweizer Franken gewinnt aufgrund der Nachfrage nach sicheren Anlagen angesichts anhaltender Bedenken über künstliche Intelligenz.

USD/CHF wertet nach moderaten Gewinnen in der vorherigen Sitzung ab und handelt während der asiatischen Handelsstunden am Mittwoch um 0,7660. Das Paar schwächt sich ab, da der US-Dollar (USD) seinen Rückgang fortsetzt, während die Anleger vor dem verzögerten US-Arbeitsmarktbericht, der am Mittwoch fällig ist und frische Hinweise auf die Zinsausblicke der USA geben soll, vorsichtig bleiben.

Die Märkte prognostizieren, dass die Nonfarm Payrolls (NFP) für Januar, die am Mittwoch fällig sind, einen Anstieg von 70.000 Arbeitsplätzen zeigen werden, während die Arbeitslosenquote voraussichtlich stabil bei 4,4% bleibt. Die am Dienstag vom US Census Bureau veröffentlichten Daten zeigten, dass die Einzelhandelsumsätze im Dezember unverändert bei 735 Milliarden Dollar blieben, nach einem Anstieg von 0,6% im November und damit hinter den Erwartungen eines Anstiegs von 0,4%. Im Jahresvergleich stiegen die Einzelhandelsumsätze um 2,4%, während die Gesamteinnahmen für Oktober–Dezember 2025 um 3,0% (±0,4%) im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres zunahmen.

Die unerwartete Stagnation der US-Einzelhandelsumsätze deutet auf steigenden Druck auf Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen hin. Die Anleger erwarten allgemein, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinssätze im März unverändert lässt, wobei die erste Zinssenkung im Juni und eine mögliche zweite Senkung im September erwartet wird.

In der Zwischenzeit könnte das USD/CHF-Paar zusätzlichen Abwärtsdruck erfahren, da der Schweizer Franken (CHF) von der Nachfrage nach sicheren Anlagen profitiert. Die Anlegerstimmung wird durch anhaltende Bedenken hinsichtlich künstlicher Intelligenz und Berichte, dass chinesische Regulierungsbehörden Finanzinstitute geraten haben, ihre Exposition gegenüber US-Staatsanleihen aufgrund von politischen Unsicherheiten zu verringern, belastet, ein vorsichtiger Ansatz, der Berichten zufolge auch von anderen großen Volkswirtschaften geteilt wird.

Die Marktteilnehmer blicken auch auf die Inflationszahlen der Schweiz für Januar, die am Freitag veröffentlicht werden sollen. Analysten erwarten, dass die jährliche Inflation bei 0,1% bleibt. Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Martin Schlegel, betonte kürzlich die Herausforderungen einer anhaltend niedrigen Inflation und eines Leitzinses von 0% und bekräftigte das Engagement der Zentralbank, die Preisstabilität innerhalb ihres Zielbereichs von 0–2% aufrechtzuerhalten.

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

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