• USD/CHF schwächt sich auf etwa 0,7780 im frühen europäischen Handel am Dienstag. 
  • Das Repräsentantenhaus plant, am Dienstag über das Gesetz zur Regierungsfinanzierung abzustimmen, während eine teilweise Schließung besteht. 
  • Der US Manufacturing PMI fiel im Januar stärker aus als erwartet. 

Das Paar USD/CHF verliert während der frühen europäischen Sitzung am Dienstag an Zugkraft und nähert sich 0,7780. Der US-Dollar (USD) schwächt sich gegenüber dem Schweizer Franken (CHF), da eine teilweise Schließung der US-Regierung die Veröffentlichung der Nonfarm Payrolls-Daten verzögert und Bedenken hinsichtlich der politischen Stabilität in den USA aufwirft. 

Der Ausschuss für Regeln des Repräsentantenhauses hat am späten Montag ein Finanzierungspaket vorangetrieben. Eine vollständige Abstimmung im Repräsentantenhaus wird für Dienstag erwartet, die die Schließung beenden könnte, wenn sie verabschiedet und von US-Präsident Donald Trump unterzeichnet wird. Dies ist die zweite Schließung der Regierung innerhalb weniger Monate, nach einer rekordverdächtigen 43-tägigen Schließung, die im November 2025 endete. Sollte die aktuelle teilweise Schließung der US-Regierung verlängert werden, könnte dies das Vertrauen in die US-Regierung untergraben und Verkaufsdruck auf den Greenback ausüben. 

Unterdessen könnten die Vereinigten Staaten (US) und der Iran später am Freitag diplomatische Gespräche in Istanbul führen, während Trump einen möglichen Militärschlag gegen die Islamische Republik abwägt. Händler werden die Entwicklungen rund um die Friedensverhandlungen genau beobachten. Jegliche Anzeichen für steigende Spannungen zwischen den USA und dem Iran könnten traditionelle sichere Währungen wie den Schweizer Franken stärken und Gegenwind für das Paar erzeugen. 

Andererseits könnten die positiven wirtschaftlichen Daten aus den USA helfen, die Verluste des USD zu begrenzen. Das Institute for Supply Management (ISM) gab am Montag bekannt, dass der Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe in den USA im Januar auf 52,6 gestiegen ist, gegenüber 47,9 zuvor. Diese Zahl übertrifft die Prognose von 48,5 und verzeichnet die stärkste Expansion seit 2022. Händler reduzierten ihre Wetten auf Zinssenkungen der Federal Reserve (Fed) nach den positiven PMI-Daten. Die Geldmärkte zeigten, dass die nächste Senkung im Juli erwartet wird.

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

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