- USD/JPY steigt am Dienstag in der frühen asiatischen Sitzung auf fast 155,55.
- Die US-Produktionsaktivität expandierte so stark wie seit 2022 nicht mehr.
- Die BoJ hat einen schrittweisen Straffungsweg signalisiert, bleibt jedoch vorsichtig.
Das Paar USD/JPY zieht am Dienstag während der frühen asiatischen Sitzung einige Käufer um 155,55 an. Die positiven US-Wirtschaftsdaten bieten dem Greenback gegenüber dem japanischen Yen (JPY) Unterstützung. Das Bureau of Labor Statistics (BLS) wird den für Freitag geplanten Beschäftigungsbericht für Januar aufgrund der teilweisen Regierungsstilllegung nicht veröffentlichen.
Die am Montag vom Institute for Supply Management (ISM) veröffentlichten Daten zeigten, dass der US-Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe im Januar auf 52,6 von 47,9 im Dezember gestiegen ist. Diese Zahl übertraf die Markterwartung von 48,5 und registrierte die stärkste Expansion seit 2022.
Dieser Bericht deutete darauf hin, dass die US-Notenbank (Fed) für einen längeren Zeitraum auf der Stelle treten könnte, was den US-Dollar (USD) stärkt. Händler reduzierten leicht ihre Wetten auf Zinssenkungen der Fed nach den positiven PMI-Daten. Die Geldmärkte zeigten, dass die nächste Senkung im Juli erfolgen könnte.
Der japanische Premierminister Sanae Takaichi hat für den 8. Februar Neuwahlen gefordert. Fiskalische Bedenken und politische Unsicherheit in Japan könnten den japanischen Yen kurzfristig belasten. Das Summary of Opinions der Bank of Japan (BoJ) von der Sitzung am 22.-23. Januar offenbarte jedoch eine wachsende Hawkishness. Die Vorstandsmitglieder warnten davor, bei der Inflation „hinter der Kurve“ zurückzubleiben, und forderten rechtzeitige Zinserhöhungen, wenn die Wachstums- und Inflationsaussichten stabil bleiben. Dies könnte wiederum helfen, die Verluste des JPY zu begrenzen.
Japanischer Yen - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.
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Die Volatilität rund um Gold war hoch, da das edle Metall zu Beginn der amerikanischen Sitzung mit der 4.800 USD-Marke flirtete, aber nach der Veröffentlichung von Wirtschaftsdaten aus den Vereinigten Staaten (USA) zurückging, wobei positive Zahlen die Nachfrage nach dem US-Dollar (USD) anheizten.
Das sollten Sie am Dienstag, den 3. Februar, im Blick behalten:
Das US Bureau of Labor Statistics (BLS) hat die Märkte am Montag darüber informiert, dass die für Freitag geplante Veröffentlichung des neuesten Datenpakets zu den Nonfarm Payrolls (NFP) ausgesetzt wird, bis die Bundesbehörden ihren Betrieb wieder aufnehmen.