• Der USD/CHF könnte schwächer werden, da der Schweizer Franken aufgrund steigender inländischer Renditen im Zuge der Nachfrage nach sicheren Häfen an Stärke gewinnt.
  • Die SNB wird voraussichtlich die Zinsen bei 0% halten, da die Inflation im Zielbereich liegt und negative Zinsen unwahrscheinlich sind.
  • Der US-Dollar hält sich stabil, da die Vorsicht der Fed nach stärkeren als erwarteten Arbeitsmarktdaten zunimmt.

Der USD/CHF bleibt nach zwei Tagen mit Gewinnen stabil und handelt während der asiatischen Stunden am Donnerstag um 0,7710. Das Paar könnte jedoch schwächer werden, da der Schweizer Franken (CHF) Unterstützung erhalten könnte, da die Rendite der 10-jährigen Schweizer Staatsanleihe auf 0,32% gestiegen ist, dem höchsten Stand seit Dezember, im Zuge anhaltender Nachfrage nach sicheren Häfen. Steigende Renditen erhöhen die Attraktivität von Schweizer Vermögenswerten für ausländische Investoren, was die Kapitalzuflüsse ankurbelt und die Währung stützt.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) wird allgemein erwartet, dass sie ihren Leitzins kurzfristig bei 0% hält, da die Inflation voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren im Zielbereich bleibt und die Hürde für die Wiedereinführung negativer Zinsen hoch bleibt.

Anhaltende Bedenken hinsichtlich künstlicher Intelligenz und Berichte, dass chinesische Regulierungsbehörden Finanzinstitute aufgefordert haben, die Exposition gegenüber US-Treasuries aufgrund von politischen Unsicherheiten zu begrenzen, trugen zur vorsichtigen Marktstimmung bei.

Investoren beobachten die makroökonomischen Veröffentlichungen genau, um Hinweise auf den Zinsausblick zu erhalten. Die Inflationszahlen für Januar in der Schweiz, die für den 13. Februar geplant sind, werden voraussichtlich eine jährliche Inflation von 0,1% zeigen.

Das USD/CHF-Paar hält seine Position, da der US-Dollar (USD) Unterstützung erhält, während die Wahrscheinlichkeit einer vorsichtigen Haltung der Federal Reserve (Fed) zum Zinsausblick nach den stärker als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten, die am Mittwoch veröffentlicht wurden, steigt.

Das CME FedWatch-Tool deutet darauf hin, dass die Finanzmärkte nun eine Wahrscheinlichkeit von fast 94% einpreisen, dass die Fed die Zinsen bei ihrer nächsten Sitzung unverändert lässt, gegenüber 80% am Vortag. Der Verbraucherpreisindex (VPI) der USA wird später am Freitag im Mittelpunkt stehen.

Die US Nonfarm Payrolls stiegen im Januar um 130.000, nach einer revidierten Erhöhung um 48.000 im Dezember (zuvor 50.000), und übertrafen damit die Markterwartungen von 70.000. Unterdessen sank die Arbeitslosenquote leicht von 4,4% auf 4,3%.

US-Dollar - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Australischer Dollar.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD 0.09% -0.01% -0.24% 0.09% 0.12% 0.03% 0.02%
EUR -0.09% -0.10% -0.33% -0.01% 0.03% -0.04% -0.07%
GBP 0.01% 0.10% -0.23% 0.09% 0.13% 0.05% 0.03%
JPY 0.24% 0.33% 0.23% 0.29% 0.34% 0.22% 0.24%
CAD -0.09% 0.00% -0.09% -0.29% 0.05% -0.06% -0.07%
AUD -0.12% -0.03% -0.13% -0.34% -0.05% -0.09% -0.10%
NZD -0.03% 0.04% -0.05% -0.22% 0.06% 0.09% -0.01%
CHF -0.02% 0.07% -0.03% -0.24% 0.07% 0.10% 0.01%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

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