• GBP/JPY verzeichnet am Donnerstag den vierten Tag in Folge starken Verkaufsdruck angesichts unermüdlichen JPY-Kaufs.
  • Die divergierenden geldpolitischen Erwartungen der BoJ und BoE tragen weiter zum steilen wöchentlichen Rückgang des Paares bei.
  • Händler blicken nun auf die britischen Makrodaten, einschließlich des BIP für das vierte Quartal, um kurzfristige Chancen zu nutzen.

Das Währungspaar GBP/JPY verlängert seinen wöchentlichen Abwärtstrend am vierten Tag in Folge und taucht während der asiatischen Sitzung am Donnerstag auf den niedrigsten Stand seit dem 17. Dezember, rund um die Region 207,65-207,60. Der Rückgang wird ausschließlich durch starkes Nachfolgekaufinteresse rund um den Japanischen Yen (JPY) unterstützt, angeheizt durch den überwältigenden Sieg von Premierministerin Sanae Takaichi bei der Wahl zum Unterhaus am Sonntag.

Das klare politische Mandat gibt Takaichi den Spielraum, ihre expansiven Politiken zu verfolgen. Darüber hinaus bleiben die Investoren optimistisch, dass Takaichi finanziell verantwortungsbewusster sein könnte und ihre Politiken die Wirtschaft ankurbeln werden, was die Bank of Japan (BoJ) dazu bewegen könnte, an ihrer hawkischen Haltung festzuhalten. Abgesehen davon lösen Spekulationen, dass die Behörden nach der Veröffentlichung der überragenden US-Arbeitsmarktdaten Zinsprüfungen durchgeführt haben, einen neuen Anstieg des JPY aus und üben starken Abwärtsdruck auf das Währungspaar GBP/JPY aus.

Die JPY-Bullen scheinen unterdessen von den schwächeren inländischen Daten, die zeigten, dass die jährliche Großhandelsinflation in Japan im Januar zum zweiten Mal in Folge zurückging, wenig betroffen zu sein. Selbst die zugrunde liegende bullische Stimmung – wie sie durch einen allgemein positiven Ton an den Aktienmärkten dargestellt wird – hindert den starken Anstieg des sicheren Hafens JPY kaum. Darüber hinaus trägt das dovish Signal der Bank of England (BoE) zur Underperformance des Britischen Pfunds (GBP) bei und verstärkt den Rückgang des GBP/JPY-Paares.

Aus technischer Sicht scheint der Rückgang in dieser Woche unter den sehr wichtigen 200-Tage-Simple Moving Average (SMA) den bärischen Druck rund um das Währungspaar verschärft zu haben. Dennoch bietet die vorherrschende Verkaufsneigung rund um den US-Dollar (USD) dem Britischen Pfund (GBP) etwas Unterstützung und könnte die Verluste des GBP/JPY-Kreuzes begrenzen. Händler blicken nun gespannt auf die britischen Daten, einschließlich des vorläufigen BIP-Berichts für das vierte Quartal, der das GBP beeinflussen und neuen Schwung verleihen könnte.

Wirtschaftsindikator

Bruttoinlandsprodukt (Quartal)

Das vom Office for National Statistics monatlich und vierteljährlich veröffentlichte Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst den Gesamtwert aller im Vereinigten Königreich innerhalb eines bestimmten Zeitraums produzierten Waren und Dienstleistungen. Es gilt als der wichtigste Indikator für die wirtschaftliche Aktivität des Landes. Der Quartalsvergleich (QoQ) zeigt, wie sich die Wirtschaftsleistung im jeweiligen Quartal gegenüber dem vorangegangenen Quartal verändert hat. In der Regel wird ein Anstieg dieses Wertes als bullishes Signal für das Pfund Sterling (GBP) gewertet, während ein Rückgang oder ein schwächer als erwarteter Anstieg als bärisch gilt.

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Nächste Veröffentlichung: Do Feb. 12, 2026 07:00 (Zuvor)

Häufigkeit: Vierteljährlich

Prognose: 0.2%

Vorher: 0.1%

Quelle: Office for National Statistics

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