• NZD/USD driftet am Donnerstag in der frühen europäischen Sitzung auf etwa 0,6055 nach oben. 
  • Westpac erwartet, dass die RBNZ ihre geldpolitischen Einstellungen auf ihrer Februarsitzung unverändert lässt und die erste Zinserhöhung auf Dezember 2026 verschiebt. 
  • Händler reduzierten ihre Wetten auf eine Zinssenkung der Fed im März nach den positiven US-Arbeitsmarktdaten. 

Das Währungspaar NZD/USD gewinnt während der frühen Handelsstunden in Europa am Donnerstag an Fahrt und notiert nahe 0,6055. Die Erwartungen an einen langsamen und vorsichtigen Straffungszyklus der Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) könnten jedoch den Aufwärtstrend des Paares begrenzen. Die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex (VPI) Inflationsberichts wird am Freitag im Mittelpunkt stehen. 

Die Arbeitslosenquote Neuseelands stieg im vierten Quartal (Q4) 2025 auf 5,4%, den höchsten Stand seit 2015. Weichere Arbeitsmarktdaten drücken die Wetten auf eine Straffung der RBNZ, was dem Kiwi zusetzen könnte. 

Die neuseeländische Zentralbank wird voraussichtlich ihren offiziellen Leitzins (Official Cash Rate - OCR) auf ihrer Februarsitzung unverändert lassen und den Zeitpunkt der ersten prognostizierten Zinserhöhung moderat vorziehen, so eine neue Forschungsnotiz von Westpac.

Auf der USD-Seite reduzieren stärkere als erwartete US-Arbeitsmarktdaten für Januar die Chancen, dass die US-Notenbank (Fed) bis zur Mitte des Jahres eine Zinssenkung für notwendig hält. Dies könnte dem Greenback Auftrieb geben und Gegenwind für das Paar erzeugen. Die Märkte rechnen nun mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 94%, dass die Fed die Zinsen auf ihrer nächsten Sitzung unverändert lässt, gegenüber 80% am Vortag, laut dem CME FedWatch-Tool.

Händler werden die US-Inflationsdaten am Freitag genau beobachten, um neue Impulse zu erhalten. Der Gesamt- und Kern-VPI wird voraussichtlich einen Anstieg von 2,5% im Jahresvergleich im Januar zeigen. Auf monatlicher Basis wird für den Gesamt- und Kern-VPI ein Anstieg von 0,3% im gleichen Zeitraum geschätzt. Jegliche Anzeichen für eine schwächere Inflation in den USA könnten den USD kurzfristig gegenüber dem NZD untergraben.

Neuseeländischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.

Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.

Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.

Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.

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