- USD/CHF sank am Montag um etwa 1% auf den tiefsten Stand.
- Die Bullen des Schweizer Frankens drücken das Paar weiterhin in die 15-Jahres-Tiefs.
USD/CHF zeigt einen festen Abwärtstrend im Tages-Chart und bildet seit November 2025 tiefere Hochs und tiefere Tiefs, während es deutlich unter dem 50-Exponentiellen Gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 0,7882 und dem 200-EMA bei 0,8125 handelt. Das Paar fiel Mitte Januar stark aus dem Bereich von 0,8000 und durchbrach die 0,7800-Marke, um ein Tief bei etwa 0,7604 zu erreichen, bevor es zu einer Korrektur kam. Diese Erholung stoppte um 0,7800 und bildete ein Cluster von Widerstand, wo die vorherige Konsolidierungszone und die psychologische runde Zahl zusammenlaufen. Der Preis handelt jetzt bei etwa 0,7683 nach einer starken bärischen Tageskerze, was darauf hindeutet, dass die Verkäufer die Kontrolle behalten. Der Stochastik-Oszillator (14, 5, 5) im Tageszeitrahmen zeigt 35/34 und dreht sich von der Mittellinie nach unten, ohne überkauftes Terrain zu erreichen, was auf ein nachlassendes bullisches Momentum innerhalb des breiteren Abwärtstrends hinweist.
Im 1-Stunden-Chart brach das Paar aggressiv aus einer Seitwärtsrange zwischen 0,7750 und 0,7790 aus, durchbrach die 50- und 200-EMAs (der 200-EMA liegt bei 0,7757) und fiel auf ein Sitzungstief bei etwa 0,7660. Der Ausverkauf war impulsiv, mit minimalen Pullbacks und starken bärischen Kerzenkörpern, was auf Überzeugung hinter der Bewegung hinweist. Der Stochastik im 1H ist stark überverkauft bei 6,6/5,4, was eine kurzfristige Korrektur zur gebrochenen Unterstützungszone um 0,7750 bis 0,7757 einrichten könnte, die jetzt als Widerstand fungiert. Sollte das Paar es nicht schaffen, diesen Bereich zurückzuerobern, liegen die nächsten Abwärtsziele beim jüngsten Zwischentief von 0,7604 und dem Projektionsniveau bei etwa 0,7535. Eine Erholung über 0,7792 wäre erforderlich, um die kurzfristige Neigung wieder neutral zu verschieben.
USD/CHF Tages-Chart

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.
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