• USD/CHF kämpft, während der Schweizer Franken aufgrund der Nachfrage nach sicheren Häfen im Zuge geopolitischer Spannungen gewinnt.
  • Der Schweizer Franken könnte weiter gewinnen, da die Erwartungen an die anhaltend akkommodierende Haltung der SNB steigen, da die Inflation im Januar bei 0,1% blieb.
  • Der US-Dollar stabilisiert sich nach den jüngsten Gewinnen, unterstützt durch das hawkische FOMC-Sitzungsprotokoll.

USD/CHF bleibt im negativen Bereich, nachdem es die täglichen Verluste verringert hat und während der asiatischen Handelsstunden am Donnerstag nahe 0,7720 notiert. Das Paar kämpft, da der Schweizer Franken (CHF) Unterstützung als sicherer Hafen zieht, während die Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran anhalten und die Gespräche zwischen der Ukraine und Russland ins Stocken geraten sind. Händler warten auch auf die Handelsbilanz und die Industrieproduktionsdaten der Schweiz, die später am Tag veröffentlicht werden.

Der Schweizer Franken könnte weitere Unterstützung von den Erwartungen erhalten, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) in naher Zukunft eine akkommodierende Haltung beibehalten wird. Die Inflation in der Schweiz blieb im Januar mit 0,1% leicht positiv, am unteren Ende der Zielspanne von 0–2% der SNB und im Einklang mit ihren Prognosen für das erste Quartal. Dies verstärkte die Marktansichten, dass die Zinsen bei der Sitzung der SNB im März voraussichtlich unverändert bleiben und möglicherweise bis 2026 so bleiben.

SNB-Präsident Martin Schlegel sagte kürzlich, dass die Zentralbank kurze Phasen negativer Inflation tolerieren kann, während sie sich auf die mittelfristige Preisstabilität konzentriert, und stellte fest, dass die Hürde für eine Rückkehr zu negativen Zinsen hoch bleibt.

Das USD/CHF-Paar könnte jedoch erneute Unterstützung finden, da der US-Dollar (USD) sich stabilisiert, nachdem er in der vorherigen Sitzung um mehr als 0,5% gestiegen ist, unterstützt durch die hawkischen Minuten des Offenmarktausschusses (FOMC). Die FOMC-Sitzungsprotokolle vom Januar belebten die Spekulationen über mögliche Zinserhöhungen, falls die Inflation anhält. Während nahezu alle politischen Entscheidungsträger eine Beibehaltung der Zinsen befürworteten, sprachen sich nur wenige für eine Senkung aus, und die Beamten signalisierten Offenheit für eine Lockerung, wenn die Inflation wie erwartet abkühlt.

Schweizer Franken - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.

Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.

Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.

Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.

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