• GBP/USD hat Schwierigkeiten, sich von einem vierwöchigen Tief zu erholen, das am Donnerstag erreicht wurde.
  • Wetten auf eine Zinssenkung der BoE im März belasten weiterhin das GBP und begünstigen bärische Händler.
  • Die weniger dovishen FOMC-Minuten unterstützen den USD und untermauern die Argumentation für einen weiteren Rückgang.

Das GBP/USD-Paar konsolidiert seine wöchentlichen Verluste, die in den letzten drei Tagen verzeichnet wurden, und schwankt in einer engen Spanne nahe einem vierwöchigen Tief, das während der asiatischen Sitzung am Donnerstag erreicht wurde. Die Spotpreise handeln derzeit knapp unter der psychologischen Marke von 1,3500 und scheinen anfällig für einen weiteren Rückgang zu sein.

Das Britische Pfund (GBP) zeigt weiterhin eine relative Underperformance, da die Wetten auf eine Zinssenkung der Bank of England (BoE) bei der nächsten Sitzung im März steigen. Diese Erwartungen wurden durch den enttäuschenden Arbeitsmarktbericht aus dem Vereinigten Königreich und den Rückgang der Verbraucherinflation im Vereinigten Königreich auf den niedrigsten Stand seit fast einem Jahr bekräftigt. Dies, zusammen mit einem starken US-Dollar (USD), bestätigt den kurzfristigen negativen Ausblick für das GBP/USD-Paar.

Die am Mittwoch veröffentlichten Protokolle der FOMC-Sitzung im Januar zeigten, dass die Entscheidungsträger stark gespalten waren über die Notwendigkeit und den Zeitpunkt weiterer Zinssenkungen angesichts der Bedenken über die weiterhin hartnäckige Inflation. Tatsächlich deuteten mehrere Beamte der Federal Reserve (Fed) an, dass weitere Zinssenkungen gerechtfertigt sein könnten, wenn die Inflation wie erwartet sinkt, während andere warnten, dass eine zu frühe Lockerung das Inflationsziel der Zentralbank von 2% gefährden könnte.

Unterdessen halten Berichte, dass das US-Militär bereit ist, Iran möglicherweise bereits an diesem Wochenende anzugreifen, die geopolitischen Risiken im Spiel und unterstützen den sicheren Hafen Greenback dabei, die starken Gewinne der letzten Nacht auf über ein Ein-Wochen-Hoch zu bewahren. Dies untermauert weiter die Argumentation für eine Fortsetzung des wöchentlichen Abwärtstrends des GBP/USD-Paares, was darauf hindeutet, dass jeder Versuch einer Erholung jetzt als Verkaufsgelegenheit angesehen werden könnte und das Risiko besteht, dass er schnell verpufft.

Händler blicken nun auf den US-Wirtschaftskalender am Donnerstag – mit der Veröffentlichung der wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung, des Philly Fed Manufacturing Index und der Pending Home Sales-Daten. Darüber hinaus werden Reden einflussreicher FOMC-Mitglieder den USD und das GBP/USD-Paar später während der nordamerikanischen Sitzung beeinflussen. Der Fokus wird jedoch weiterhin auf dem US-Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) liegen, der am Freitag veröffentlicht wird.

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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