• USD/CAD bewegt sich um 1,3560 in der frühen europäischen Sitzung am Dienstag. 
  • Die Arbeitslosenquote in Kanada fiel auf ein 16-Monats-Tief von 6,5 %, was die BoC wahrscheinlich nicht dazu ermutigen wird, die Zinsen weiter zu senken. 
  • Die US-Einzelhandelsumsatzdaten werden am Dienstag veröffentlicht; der verspätete US-Arbeitsmarktbericht für Januar wird am Mittwoch im Mittelpunkt stehen. 

Das Paar USD/CAD wird am Dienstag im frühen europäischen Handel flach bei 1,3560 gehandelt. Dennoch könnte eine Veränderung der Erwartungen an die Geldpolitik der Bank of Canada (BoC) dem Kanadischen Dollar (CAD) gegenüber dem Greenback etwas Unterstützung bieten. Händler warten am Dienstag auf die US-Einzelhandelsumsätze, vor dem verspäteten US-Arbeitsmarktbericht für Januar. 

Statistics Canada gab am Freitag bekannt, dass Kanada unerwartet 24.800 Arbeitsplätze im Januar verloren hat, wobei es sich jedoch ausschließlich um Teilzeitstellen handelte. Die Arbeitslosenquote in Kanada fiel jedoch auf 6,5 %, das niedrigste Niveau seit September 2024, und besser als die Erwartungen von 6,8%. 

Dieser Bericht hat das Abwärtsrisiko für das Wachstum und den geldpolitischen Ausblick Kanadas verringert und die Erwartungen an eine aggressive Lockerung der BoC eingeengt. Dies könnte wiederum den Loonie stützen und als Gegenwind für das Paar wirken. „Der Loonie findet Unterstützung durch die robusten Arbeitsmarktdaten aus Januar“, sagte Tony Valente, Senior FX-Dealer bei AscendantFX.

Händler werden den US-Arbeitsmarktbericht genau beobachten, der aufgrund der kürzlich beendeten vier Tage dauernden Regierungsstilllegung leicht verschoben wurde. Der Arbeitsmarktbericht, der am Mittwoch veröffentlicht wird, wird voraussichtlich zeigen, dass die Nonfarm Payrolls (NFP) im Januar um 70.000 gestiegen sind. Die Arbeitslosenquote wird während desselben Zeitraums als stabil bei 4,4 % angesehen. Ein NFP-Wert über dem Konsens könnte den USD kurzfristig gegenüber dem CAD stärken. 

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.


 

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