- Die Renditen von US-Staatsanleihen bleiben vor der wichtigen FOMC-Sitzung nächste Woche unter Druck.
- Finanzministerin Yellen hat die Bereitschaft der Entscheidungsträger zum Handeln signalisiert.
- Die Aktienfutures und die asiatisch-pazifischen Aktien bleiben bei einem leichten Kalendertag unter Druck.
Die Stimmung an den Märkten ist am frühen Freitag weiterhin getrübt, da die Händler mit Spannung die Sitzung der Federal Reserve (Fed) zur Geldpolitik erwarten. Zu der risikoarmen Stimmung könnten die hawkishen Kommentare von US-Finanzministerin Janet Yellen sowie die gemischten Sorgen über Omicron und die Beziehungen zwischen den USA und China beitragen.
Die Stimmung spiegelt sich auch in den 10J US-Staatsanleihen wider, die zu Beginn der Woche einen dreitägigen Abwärtstrend von einem Zweijahreshoch aus verzeichneten und zuletzt um sechs Basispunkte auf 1,77% sanken. Ein weiteres Zeichen für die Risikoaversion ist der Verlust des S&P 500 Futures von 0,45% innerhalb eines Tages und die schwache Performance der asiatisch-pazifischen Aktien.
Es ist jedoch anzumerken, dass der US Dollar Index (DXY) mit einem Tagesverlust von 0,08% bei 95,71 die Risikoscheu nicht aufhellen kann, aber die Rohstoffe sind derzeit richtungslos.
Die Erwartung eines Signals der Fed für eine Zinserhöhung hat sich jedoch verstärkt, nachdem US-Finanzministerin Janet Yellen in einem CNBC-Interview sagte: "Die Inflation ist stärker gestiegen, als die meisten Ökonomen, mich eingeschlossen, erwartet haben, und natürlich liegt es in unserer Verantwortung bei der Fed, darauf zu reagieren. Und das werden wir."
Neben der Vorsicht vor der Fed belasteten auch die gemischten Sorgen über die Beziehungen zwischen den USA und China die Stimmung am Markt und die Kurse von USD/JPY. Die South China Morning Post (SCMP) meldete, dass Chinas Yang Jiechi und der nationale Sicherheitsberater der USA, Jake Sullivan, ein Treffen anberaumt haben, ohne jedoch einen Termin zu nennen.
Andernorts zitiert Reuters anonyme Quellen, die auf weitere Zinsschritte der People's Bank of China (PBOC) hinweisen, während die Sorgen um Omicron im Westen nachlassen, nicht aber im asiatisch-pazifischen Raum. Darüber hinaus haben die Entscheidungsträger der Bank of Japan (BOJ) Inflationssorgen geäußert, während gemischte US-Daten die Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed zu dämpfen scheinen und möglicherweise eine Konsolidierung des DXY in letzter Zeit ermöglichen.
Mit Blick auf die Zukunft kann das Fehlen wichtiger Daten/Ereignisse die kurzfristigen Marktbewegungen einschränken, aber die bärische Tendenz bleibt angesichts der schwachen Treasury-Renditen und der Befürchtungen vor der Fed intakt.
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