• Der US-Dollar-Index bleibt ruhig, während die Händler vor den US-VPI-Daten für Januar Vorsicht walten lassen.
  • Die US-Gesamt- und Kerninflation wird voraussichtlich auf 2,5% sinken.
  • Fed-Mitglied Miran sagte, die Geldpolitik habe sich passiv gestrafft, was Spielraum für niedrigere Zinssätze lasse.

Die IEA prognostiziert einen Überschuss von 3,7 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2026 und hat ihre globale Ölnachfrageprognose gesenkt.

Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des US-Dollars (USD) im Vergleich zu sechs wichtigen Währungen misst, bleibt im positiven Bereich für die dritte aufeinanderfolgende Sitzung und wird während der asiatischen Handelsstunden am Freitag nahe 97,00 gehandelt.

Die Anleger konzentrieren sich nun auf den Verbraucherpreisindex (VPI) für Januar aus den Vereinigten Staaten. Die Gesamtinflation wird voraussichtlich auf 2,5% von 2,7% sinken, während die Kerninflation voraussichtlich auf 2,5% von 2,6% zurückgeht. Ein schwächerer Wert könnte der Federal Reserve Spielraum geben, um die Zinssenkungen nach der Stabilität bei ihrer ersten Sitzung des Jahres wieder aufzunehmen.

Die Märkte preisen derzeit zwei Zinssenkungen der Fed im Jahr 2026 ein, wobei die erste wahrscheinlich in der zweiten Jahreshälfte nach stärkeren als erwarteten Beschäftigungsdaten für Januar erfolgt. Dennoch bleibt Unsicherheit über mögliche Anpassungen der Bilanz der Fed vor der erwarteten Ernennung von Kevin Warsh zum Vorsitzenden im Mai. Warsh hat zuvor den Kauf von Vermögenswerten kritisiert, hat jedoch kürzlich signalisiert, dass er eine Koordination mit dem Finanzministerium unterstützen könnte, um die Renditen zu senken.

Fed-Gouverneur Stephan Miran sagte am Freitag, dass die Geldpolitik sich effektiv von selbst gestrafft habe, was darauf hindeutet, dass Spielraum für niedrigere Zinssätze besteht. Miran fügte hinzu, dass die Inflation, einmal bereinigt um Verzerrungen, nahe dem Ziel liegt und dass im Arbeitsmarkt noch etwas Spielraum besteht, was Raum für politische Unterstützung lässt.

Das CME FedWatch-Tool deutet darauf hin, dass die Finanzmärkte jetzt eine Wahrscheinlichkeit von fast 91% einpreisen, dass die Fed die Zinsen bei ihrer nächsten Sitzung unverändert lässt, gegenüber 77% in der Vorwoche.

US-Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.

In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.

Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.

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