• EUR/GBP hält sich in einer engen Spanne, da das Pfund trotz schwächerer Wachstumsdaten aus dem Vereinigten Königreich widerstandsfähig bleibt.
  • Schwache BIP-Zahlen aus dem Vereinigten Königreich verstärken die Erwartungen an eine mögliche Zinssenkung im März durch die Bank of England.
  • Der Fokus verlagert sich auf die vorläufigen BIP-Daten der Eurozone am Freitag, während die Entscheidungsträger der EZB eine weitgehend stabile geldpolitische Perspektive beibehalten.

EUR/GBP handelt am Mittwoch in einer engen Spanne, wobei das Britische Pfund (GBP) stabil bleibt, trotz schwacher wirtschaftlicher Daten aus dem Vereinigten Königreich, da die allgemeine Schwäche des US-Dollars (USD) weiterhin die FX-Stimmung prägt. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert das Paar nahe 0,8710, wobei das Pfund das Euro (EUR) moderat übertrifft.

Die vom britischen Amt für nationale Statistiken (ONS) veröffentlichten Daten zeigten, dass das monatliche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Dezember um 0,1% gestiegen ist, was den Markterwartungen entspricht, nach einem Wachstum von 0,2% im November, das von einer früheren Schätzung von 0,3% nach unten revidiert wurde.

Vorläufige Zahlen zeigten auch, dass die Wirtschaft im vierten Quartal um 0,1% im Vergleich zum Vorquartal gewachsen ist, was unter den Erwartungen eines Anstiegs von 0,2% liegt und unverändert vom Wachstum des vorherigen Quartals ist. Im Jahresvergleich verlangsamte sich das BIP-Wachstum im vierten Quartal auf 1,0%, nach zuvor 1,2% und unter den Markterwartungen, was darauf hindeutet, dass die britische Wirtschaft gegen Ende 2025 an Schwung verloren hat.

Die enttäuschenden Daten haben den Druck auf die Bank of England (BoE) erhöht, wobei die Märkte zunehmend die Möglichkeit einer Zinssenkung bereits im März einpreisen.

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf die vorläufigen BIP-Daten der Eurozone, die am Freitag veröffentlicht werden, wobei die Märkte ein Wachstum der Wirtschaft um 0,3% im Vergleich zum Vorquartal im vierten Quartal erwarten, unverändert von der vorherigen Schätzung. Im Jahresvergleich wird ein Anstieg des BIP um 1,3% erwartet, was einen leichten Rückgang von zuvor 1,4% darstellt.

Früher am Donnerstag boten Kommentare von Entscheidungsträgern der Europäischen Zentralbank einen vorsichtig beruhigenden Hintergrund für den Euro. François Villeroy de Galhau sagte, dass das Wirtschaftswachstum im ersten Quartal voraussichtlich mit einer Wirtschaft, die im Jahr 2026 um etwa 1% jährlich wächst, übereinstimmt. Gabriel Makhlouf bemerkte, dass die Inflation derzeit im Grunde genommen im Zielbereich liegt und fügte hinzu, dass die EZB in einer guten Position in Bezug auf die Politik ist.

In der Zwischenzeit wird allgemein erwartet, dass die EZB die Geldpolitik über einen längeren Zeitraum unverändert lässt. Eine Umfrage von Reuters, die zwischen dem 9. und 12. Februar durchgeführt wurde, zeigte, dass 66 von 74 Ökonomen erwarten, dass die Zentralbank ihren Einlagenzins bis 2026 bei 2,00% belässt, und vor 2027 keine Änderungen erwartet werden.

EZB - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.

In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.

Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.

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