• USD/CAD handelt stabil, da ein schwächerer US-Dollar das Aufwärtspotenzial begrenzt.
  • Der US-Dollar steht nach dem NFP-Bericht unter Druck, da starke Abwärtsrevisionen und schwache zugrunde liegende Beschäftigungstrends den headline Zuwachs von 130K überschattet.
  • Die Handelsunsicherheit bleibt bestehen, nachdem das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten abgestimmt hat, um ein Gesetz voranzubringen, das die Zölle von Donald Trump auf Kanada beenden soll.

Der Kanadische Dollar (CAD) handelt am Donnerstag kaum verändert gegenüber dem US-Dollar (USD), da wachsende Unsicherheit über die nordamerikanischen Handelsbeziehungen die Anleger vorsichtig hält. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels schwebt USD/CAD nahe 1,3571, wobei ein insgesamt schwächerer Greenback die Aufwärtsbewegung des Paares begrenzt.

Die zuvor veröffentlichten US-Wirtschaftsdaten zeigten, dass die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 227K von 232K gefallen sind, aber immer noch über den Erwartungen von 222K lagen. Gleichzeitig stiegen die fortlaufenden Anträge auf Arbeitslosenhilfe auf 1,862 Millionen von 1,841 Millionen.

Der Greenback konnte keine nachhaltige Unterstützung aus dem stärker als erwarteten Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht vom Mittwoch gewinnen, da Abwärtsrevisionen und ein schwächerer zugrunde liegender Trend den anfänglichen Optimismus dämpften. Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen verfolgt, handelt um 96,85 und schwebt nahe den Zwei-Wochen-Tiefs.

Die US-Wirtschaft fügte im Januar 130K Arbeitsplätze hinzu, was deutlich über den Markterwartungen von 70K liegt. Die Beschäftigungszahlen für November und Dezember wurden um insgesamt 17K nach unten revidiert.

Wichtiger ist, dass das Bureau of Labor Statistics (BLS) mitteilte, dass das durchschnittliche monatliche Beschäftigungswachstum im Jahr 2025 bei nur 15K lag. Die saisonbereinigte Zahl der gesamten nichtlandwirtschaftlichen Beschäftigung für März 2025 wurde um 898.000 nach unten revidiert, und das gesamte Beschäftigungswachstum für 2025 wurde von zuvor 584.000 auf 181.000 gesenkt.

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf den US-Verbraucherpreisindex (CPI)-Bericht, der am Freitag fällig ist. Ein stärker als erwarteter Wert würde die Argumentation für die Federal Reserve (Fed) untermauern, geduldig zu bleiben, bevor sie die Zinssenkungen wieder aufnimmt, insbesondere nachdem die jüngsten Daten auf eine Stabilisierung der Arbeitsmarkbedingungen hindeuteten.

Auf der anderen Seite geriet der Loonie kurzzeitig unter Druck, nachdem Berichte aufkamen, dass Donald Trump privat in Erwägung zieht, aus dem US-Mexiko-Kanada-Abkommen (USMCA) auszutreten. Trumps Handelsberater Peter Navarro sagte am Donnerstag, dass Mexiko und Kanada als Ausgangspunkte für China genutzt werden.

Das Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten stimmte am Mittwoch mit 219 zu 211 für die Fortführung einer Resolution, die darauf abzielt, Donald Trumps Zölle auf Kanada zu beenden, was auf wachsende Besorgnis über seine wirtschaftliche Agenda vor den Zwischenwahlen hinweist und ein neues Risiko für die US-Kanada-Handelsbeziehungen darstellt.

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

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