• GBP/USD hat Schwierigkeiten, nennenswerte Kursgewinne zu erzielen, während die Händler auf die wichtigen US-Inflationsdaten warten.
  • Wetten auf eine Zinssenkung der Fed und Bedrohungen für die Unabhängigkeit der Fed halten die USD-Bullen in der Defensive.
  • Nachlassende politische Spannungen stehen den dovishen BoE-Wetten entgegen und verleihen dem GBP und den Kassakursen Unterstützung.

Das GBP/USD-Paar bleibt während der asiatischen Sitzung am Freitag in der Defensive, obwohl es an rückläufiger Überzeugung mangelt und über der Marke von 1,3600 hält, während die Händler die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisinflation abwarten, bevor sie Richtungswetten platzieren.

Der entscheidende Bericht zum US-Verbraucherpreisindex (VPI) wird eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung der Markterwartungen über den Zinssenkungspfad der US-Notenbank (Fed) spielen. Dies wiederum wird die Nachfrage nach dem US-Dollar (USD) antreiben und dem Währungspaar GBP/USD einen bedeutenden Impuls verleihen. Vor dem Risiko der wichtigen Daten preisen die Märkte eine höhere Wahrscheinlichkeit ein, dass die US-Notenbank die Zinssätze mindestens zweimal im Jahr 2026 senken wird, was die USD-Bullen in der Defensive hält.

Abgesehen davon helfen wachsende Bedenken hinsichtlich der Unabhängigkeit der Fed nicht dabei, den USD auf dem durch den überwältigenden US Nonfarm Payrolls (NFP)-Bericht inspirierten Anstieg von einem Zwei-Wochen-Tief, das am Mittwoch erreicht wurde, weiter aufzubauen. Dennoch bietet der Risiko-averse Impuls dem sicheren Hafen Greenback etwas Unterstützung und wirkt als Gegenwind für das Währungspaar GBP/USD. Hinzu kommt, dass die dovishen Erwartungen der Bank of England (BoE) dazu beitragen, die Aufwärtsbewegung des Britischen Pfunds (GBP) zu begrenzen.

Tatsächlich sind die Chancen auf eine Zinssenkung der BoE um 25 Basispunkte (bps) bereits im März gestiegen, nachdem am Donnerstag überwiegend enttäuschende britische Makrodaten veröffentlicht wurden. Tatsächlich zeigte der vorläufige Bericht des Office for National Statistics, dass die britische Wirtschaft im Zeitraum von Oktober bis Dezember um 0,1% gewachsen ist, was dem langsamen Tempo im dritten Quartal entspricht. Der Wert blieb auch hinter der Prognose der BoE von 0,2% Wachstum zurück, was die Argumentation für eine weitere Lockerung unterstützt.

In der Zwischenzeit erhielt der britische Premierminister Keir Starmer Unterstützung von seinem Kabinett und den Labour-Abgeordneten nach einer turbulenten Phase, die durch die Folgen der Jeffrey Epstein-Akten und den Rücktritt eines wichtigen Beraters ausgelöst wurde. Dies half, eine sofortige Führungsherausforderung zu verhindern und die politischen Spannungen im Vereinigten Königreich zu verringern. Dies wiederum wird als Rückenwind für das Pfund Sterling und das GBP/USD-Paar angesehen, was eine gewisse Vorsicht bei der Positionierung für eine nennenswerte Abwertung rechtfertigt.

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

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