Der Gouverneur der Bank of Japan (BoJ), Kazuo Ueda, sagte am Mittwoch, dass die Löhne erheblich steigen müssen, damit Japan das Preisziel der BoJ nachhaltig und stabil erreichen kann. Ueda fügte hinzu, dass er die Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten auf die inländische und ausländische Wirtschaft genau beobachten werde.
Wichtige Zitate
Mechanismus, in dem Löhne und Preise gleichzeitig steigen und in Japans Wirtschaft verankert werden.
Die Löhne müssen erheblich steigen, damit Japan das Preisziel der BoJ nachhaltig und stabil erreichen kann.
Am wichtigsten für die Erhöhung der realen Löhne ist die Steigerung der mittel- und langfristigen Arbeitsproduktivität.
Es ist schwierig, die realen Löhne direkt mit der Geldpolitik zu beeinflussen.
Es ist schwer, das Wachstum der realen Löhne als Ziel der Geldpolitik festzulegen.
Je nach Entwicklung im Nahen Osten könnte dies erhebliche Auswirkungen auf die globale und die japanische Wirtschaft durch Energiepreisschwankungen und Marktauswirkungen haben.
Steigende Ölpreise würden die Terms of Trade für Japan verschlechtern und Druck auf die Wirtschaft und die zugrunde liegende Inflation ausüben.
Wenn die Ölpreise anhalten, könnte dies die zugrunde liegende Inflation erhöhen, indem die mittel- und langfristigen Inflationserwartungen der Haushalte und Unternehmen steigen.
Wir werden die Auswirkungen der Entwicklungen im Nahen Osten auf die inländische und ausländische Wirtschaft genau beobachten.
Wir haben allgemeine Ansichten zu wirtschaftlichen und preislichen Entwicklungen ausgetauscht, als gefragt wurde, ob PM Takaichi Bedenken hinsichtlich einer Zinserhöhung im Treffen mit Ueda im Februar geäußert hat.
Wenn sich die Wirtschaft und die Preise im Einklang mit unseren Prognosen entwickeln, werden wir die Zinssätze weiter erhöhen.
Wir werden uns nicht zu den FX-Niveaus äußern.
Wir analysieren sehr sorgfältig, wie FX-Schwankungen die aktuellen und zukünftigen Preisbewegungen beeinflussen könnten.
Marktreaktion
Bei Redaktionsschluss lag das Paar USD/JPY 0,17% im Minus bei 157,39.
Bank of Japan - Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.
Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.
In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.
Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.
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Das sollten Sie am Mittwoch, den 4. März, im Blick behalten:
Der US-Dollar (USD) erhält Unterstützung als sicherer Hafen angesichts der stark eskalierenden Spannungen im Nahen Osten, was erneute Besorgnis bei den Investoren auslöst.