XRP steht unter massivem Druck. Der Kurs notiert am Dienstag bei rund 1,35 US-Dollar – und die Lage ist explosiv. Auslöser der jüngsten Verkaufswelle: Die USA haben gemeinsam mit Israel Angriffe auf Iran gestartet. Dabei wurde Irans Oberster Führer Ali Khamenei getötet. Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. Iran eskaliert – und die Märkte reagieren nervös.

Für Anleger stellt sich jetzt eine entscheidende Frage: Wird XRP zum Kollateralschaden eines geopolitischen Flächenbrands?

Am Samstag fiel der Kurs bis auf 1,27 US-Dollar. Am Sonntag folgte eine schnelle Gegenbewegung auf 1,43 US-Dollar – doch diese Erholung wirkt fragil. Denn während kurzfristige Trader zugreifen, bleibt das große Bild angeschlagen. Die Stimmung ist klar „Risk-Off“. Und genau das ist Gift für Kryptowährungen.

Iran-Krise belastet Risikoanlagen – trifft es jetzt XRP besonders?

Iran hat seine Angriffe inzwischen auf mehrere Länder im Nahen Osten ausgeweitet – darunter Irak, Kuwait, Katar, Saudi-Arabien, Oman, Jordanien und Bahrain. Die geopolitische Unsicherheit wächst. Anleger weltweit schichten um. Sicherheit geht vor Rendite.

Steigende Ölpreise stehen im Raum. Globale Handelsströme könnten ins Wanken geraten. Und wenn die Inflation durch teurere Energie wieder anzieht, wächst der Druck auf Notenbanken – Zinssenkungen rücken in die Ferne.

Historisch gilt: Kriege sind selten gut für spekulative Assets. Genau das spiegelt sich jetzt bei XRP wider. Das Interesse von Privatanlegern und institutionellen Investoren kühlt sichtbar ab. Die Ripple Prognose wird zunehmend vorsichtiger formuliert.

Alarmzeichen am Derivatemarkt: Open Interest bricht ein

Ein Blick auf die Terminmärkte zeigt, wie ernst die Lage ist. Das Futures Open Interest bei XRP ist am Montag auf 2,16 Milliarden US-Dollar gefallen – nach 2,26 Milliarden US-Dollar am Vortag. Das ist der niedrigste Stand seit Januar 2025.

Zum Vergleich: Im Juli lag das Open Interest bei einem Rekordwert von 10,94 Milliarden US-Dollar. Damals erreichte XRP sein aktuelles Allzeithoch bei 3,66 US-Dollar.

Was heißt das konkret? Anleger schließen Positionen, statt neue einzugehen. Kapital wird abgezogen. Risiko wird reduziert. Das ist kein Umfeld, in dem explosive Kursanstiege entstehen.

ETFs liefern nur Mini-Hoffnung – reicht das für die Ripple Prognose?

Zwar gab es zuletzt leichte Zuflüsse in XRP-Spot-ETFs. Am Freitag flossen 2,21 Millionen US-Dollar in entsprechende Produkte. In der gesamten Vorwoche summierten sich die Zuflüsse auf 9,55 Millionen US-Dollar. Das verwaltete Vermögen liegt nun bei 983 Millionen US-Dollar.

Doch im großen Bild bleibt das verhalten. Andere Kryptowährungen ziehen deutlich mehr Kapital an. Insgesamt flossen in der vergangenen Woche 1 Milliarde US-Dollar in digitale Anlageprodukte. Bitcoin erhielt 886 Millionen US-Dollar, Ethereum 117 Millionen US-Dollar. XRP-bezogene Produkte kamen lediglich auf 1,9 Millionen US-Dollar.

Das Signal ist klar: Wenn Anleger wieder Mut fassen, greifen sie zuerst zu den Schwergewichten. XRP steht aktuell nicht im Zentrum der Kapitalströme.

Technische Analyse: XRP kämpft ums Überleben

Charttechnisch ist die Lage angespannt. XRP handelt deutlich unter den 50-, 100- und 200-Tage-EMAs. Diese verlaufen gebündelt zwischen 1,58 und 2,05 US-Dollar – und zeigen alle nach unten. Der übergeordnete Trend bleibt damit klar negativ.

Der MACD sendet zwar leichte Erholungssignale. Die grünen Histogramm-Balken weiten sich moderat aus, der Indikator liegt über der Signallinie. Doch der Relative-Stärke-Index (RSI) notiert bei rund 39 – klar unter der neutralen 50er-Marke. Das bedeutet: Verkäufer dominieren weiterhin das Geschehen.

Der unmittelbare Widerstand liegt bei 1,40 US-Dollar. Mehrere Versuche, diese Marke zu überwinden, sind gescheitert. Darüber wartet der 50-Tage-EMA bei 1,59 US-Dollar. Erst ein Tagesschluss darüber würde die mittelfristige Ripple Prognose spürbar aufhellen.

Auf der Unterseite bleibt die Zone um 1,27 US-Dollar entscheidend. Fällt diese Unterstützung, rückt das Februar-Tief bei 1,12 US-Dollar ins Visier. Ein Bruch dieser Marke könnte eine neue Verkaufswelle auslösen.

Ripple Prognose: Jetzt verkaufen oder auf Rebound setzen?

Die große Frage lautet: Ist das aktuelle Niveau eine Chance – oder nur eine Zwischenstation auf dem Weg nach unten?

Kurzfristig hängt alles an der geopolitischen Entwicklung rund um Iran. Solange die Eskalation anhält, dürfte Risikoaversion das Geschehen dominieren. XRP ist in diesem Umfeld anfällig.

Gleichzeitig zeigen die milden ETF-Zuflüsse und das positive MACD-Signal, dass es durchaus Käufer gibt, die auf eine Stabilisierung setzen. Doch noch fehlt die breite Marktüberzeugung.

Für eine nachhaltige Trendwende bräuchte es:

  • Eine Entspannung der Lage im Nahen Osten
  • Eine Rückkehr der Risikobereitschaft an den globalen Märkten
  • Steigendes Open Interest als Zeichen neuer Kapitalzuflüsse

Solange diese Faktoren nicht eintreten, bleibt die Ripple Prognose vorsichtig. XRP steht an einem kritischen Punkt. Die nächsten Tage könnten entscheiden, ob wir eine technische Erholung sehen – oder die nächste Abwärtsstufe.

Eines ist klar: Die Kombination aus geopolitischer Eskalation, sinkendem Open Interest und technischer Schwäche macht XRP derzeit zu einem Hochrisiko-Asset.

Wer investiert ist, sollte die Marke von 1,27 US-Dollar genau im Blick behalten. Wer einen Einstieg plant, braucht starke Nerven – und ein klares Risikomanagement.

Die Märkte sind nervös. Iran bleibt das dominierende Thema. Und XRP steht mitten im Sturm.

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Der US-Dollar gewinnt weiterhin an Stärke gegenüber seinen Rivalen nach der bullischen Bewegung am Montag, wobei der USD-Index am Dienstagmorgen in Europa über 98,80 schwankt, dem höchsten Stand seit Ende Januar. Der europäische Wirtschaftskalender wird später am Tag vorläufige Daten zum Harmonisierten Verbraucherpreisindex für Februar enthalten. Dennoch werden die Marktteilnehmer weiterhin auf Nachrichten zur Krise im Nahen Osten achten und den Kommentaren der Zentralbanker besondere Aufmerksamkeit schenken.

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