Der Ökonom der UOB Group Ho Woei Chen, CFA, kommentiert die jüngsten BIP-Zahlen aus Südkorea.

Wichtigste Erkenntnisse

"Südkoreas BIP für das 2. Quartal 2021 lag mit 5,9% y/y, 0,7% q/q saisonbereinigt leicht unter den Konsenserwartungen (Bloomberg Schätzung: 6,0% y/y, 0,8% s/a q/q; UOB Schätzung: 5,6% y/y, 0,4% q/q). Nichtsdestotrotz deutet die spürbare Belebung des privaten Konsums im 2Q21 (3,6% y/y, 3,5% q/q) auf eine weitere Verbreiterung der wirtschaftlichen Wachstumsfaktoren hin, aber es sollte auch beachtet werden, dass dies vor dem Anstieg der COVID-19-Infektionen Anfang Juli war und die täglichen Neuerkrankungen seitdem über 1.000 geblieben sind."

"Auf saisonbereinigter Quartalsbasis wuchs das BIP das vierte Quartal in Folge. Es betrug 0,7% im 2Q21, verglichen mit 1,7% im 1Q21. Dies wurde angeführt vom privaten und staatlichen Konsum mit 3,5% q/q und 3,9% q/q, verglichen mit 1,2% bzw. 1,6% im 1Q21."

"Obwohl es Abwärtsrisiken für Südkoreas Aussichten aufgrund der schweren COVID-19-Infektionswelle gibt, halten wir unsere BIP-Wachstumsprognose für das Gesamtjahr 2021 von 3,7% vorerst aufrecht, unter Berücksichtigung der bisherigen wirtschaftlichen Erholung sowie der fiskalischen Unterstützungsmaßnahmen, einschließlich des im Juli angekündigten zweiten Nachtragshaushalts im Wert von 33,0 Billionen KRW (1,7% des BIP) sowie der möglichen Verlängerung des COVID-19-Kredit- und Zinszahlungsaufschubprogramms, das im September ausläuft."

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