- Die SNB hat ihre geldpolitischen Einstellungen im Dezember nicht verändert.
Anlässlich der geldpolitischen Lagebeurteilung des Dezember-Quartals am Donnerstag gaben die Mitglieder des Direktoriums der Schweizerischen Nationalbank (SNB) erneut keine Änderungen ihrer geldpolitischen Einstellungen bekannt.
Die SNB beließ den Leitzins für Sichteinlagen unverändert bei -0,75% und beließ die Zielspanne für den 3-Monats-Libor, wie allgemein erwartet, unverändert zwischen -1,25% und -0,25%.
Der Schweizer Franken gibt aufgrund des SNB-Status-quo von seinen Höchstständen nach, wobei USD/CHF in Richtung 0,9250 springt. Der Devisenkassakurs verliert im Laufe des Tages 0,18% und notiert nun bei 0,9231 inmitten eines allgemeinen Rückgangs des US-Dollars.
Zusammenfassung der Erklärung
Die SNB hält an ihrer expansiven Geldpolitik fest.
Sie sichert damit die Preisstabilität und unterstützt die Schweizer Wirtschaft bei der Erholung von den Folgen der Coronavirus-Pandemie.
Sie ist weiterhin bereit, bei Bedarf am Devisenmarkt zu intervenieren, um dem Aufwertungsdruck auf den Schweizer Franken entgegenzuwirken.
Dabei trägt sie der allgemeinen Währungssituation Rechnung.
Der Schweizer Franken bleibt hoch bewertet.
Die neue bedingte Inflationsprognose der SNB für die Jahre 2021 und 2022 liegt leicht über derjenigen vom September.
In der längeren Frist ist die Inflationsprognose gegenüber September praktisch unverändert.
Die neue Prognose liegt bei 0,6% für 2021, 1,0% für 2022 und 0,6% für 2023.
Die bedingte Inflationsprognose basiert auf der Annahme, dass der Leitzins der Nationalbank über den gesamten Prognosehorizont bei -0,75% bleibt.
In ihrem Basisszenario für die Weltwirtschaft geht die Nationalbank davon aus, dass trotz der aktuell ungünstigen Entwicklung der Pandemie keine umfangreichen Eindämmungsmassnahmen mehr ergriffen werden müssen.
Die expansive Geldpolitik unterstützt die Erholung der Schweizer Wirtschaft von den Folgen der Pandemie.
Die wirtschaftliche Erholung dürfte sich somit fortsetzen, wenn auch etwas gedämpft.
Engpässe auf der Angebotsseite dürften noch einige Zeit andauern und zu Preissteigerungen bei den betroffenen Gütern führen.
Mittelfristig dürfte sich diese Situation jedoch entspannen und die Inflation im Ausland auf ein moderateres Niveau zurückgehen.
Das BIP wird in diesem Jahr voraussichtlich um rund 3,5 % wachsen.
Die Nationalbank geht in ihrem Basisszenario für die Schweiz davon aus, dass sich die wirtschaftliche Erholung im nächsten Jahr fortsetzen wird.
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