• Der Silberpreis liegt am Montag bei etwa 80,25 USD und verzeichnet einen starken täglichen Gewinn von 3,60 %.
  • Reflationserwartungen, die mit expansiven Fiskalpolitiken in Japan verbunden sind, unterstützen inflationssensitive Edelmetalle.
  • Die Anleger bleiben vorsichtig vor wichtigen US-Daten und beobachten weiterhin die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten.

Silber (XAG/USD) verzeichnet zu Beginn der Woche einen starken Anstieg und hält sich zum Zeitpunkt des Schreibens bei 80,25 USD pro Unze, was einem Anstieg von 3,60 % am Tag entspricht. Das weiße Metall profitiert von erneuertem Interesse im Rahmen von Reflationstrades, die durch politische Entwicklungen in Japan und anhaltende Erwartungen an geldpolitische Lockerungen in den Vereinigten Staaten (USA) angeheizt werden.

Die Märkte reagieren insbesondere auf den Wahlsieg der Regierungskoalition von Premierministerin Sanae Takaichi in Japan, ein Ergebnis, das die Erwartungen an expansive Fiskalpolitiken stärkt. Ein solches Szenario wird allgemein mit steigenden Inflationserwartungen in Verbindung gebracht, was die Nachfrage nach Silber stützt, das oft als Absicherung gegen den Verlust der Kaufkraft angesehen wird.

Gleichzeitig behält Silber eine defensive Anziehungskraft. Trotz der Gespräche zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran in Oman, die darauf abzielen, die regionalen Spannungen zu entschärfen, bleibt die geopolitische Unsicherheit bestehen. Teheran hat bekräftigt, dass es die nukleare Anreicherung nicht aussetzen wird, während Washington angedeutet hat, dass weitere Verhandlungen in dieser Woche stattfinden könnten. Dieser fragile Hintergrund unterstützt weiterhin die Nachfrage nach sicheren Anlagen.

Im Hinblick auf die US-Makroökonomie nehmen die Anleger eine vorsichtige Haltung ein, bevor wichtige Datenveröffentlichungen, insbesondere Beschäftigungszahlen, anstehen. Diese Indikatoren werden voraussichtlich klarere Signale über den zukünftigen geldpolitischen Kurs der Federal Reserve (Fed) liefern. Die Märkte erwarten im Großen und Ganzen, dass die Zinssätze kurzfristig unverändert bleiben, mit möglichen Senkungen später im Jahr, ein Szenario, das für zinslose Edelmetalle wie Silber unterstützend bleibt.

Insgesamt ermöglicht die Kombination aus Reflationsaussichten, Erwartungen an geldpolitische Lockerungen und einem weiterhin unsicheren geopolitischen Umfeld, dass Silber kurzfristig eine bullische Tendenz beibehält, während die Marktteilnehmer auf die bevorstehenden US-Makrodaten fokussiert bleiben.

Silber - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Silber ist ein Edelmetall, das bei Investoren sehr gefragt ist. Es wurde in der Vergangenheit als Wertanlage und Tauschmittel verwendet. Obwohl Silber weniger populär ist als Gold, können Anleger es wegen seines inneren Wertes zur Diversifizierung ihres Anlageportfolios oder als potenzielle Absicherung in Zeiten hoher Inflation nutzen. Anleger können Silber physisch in Form von Münzen oder Barren kaufen oder über Instrumente wie börsengehandelte Fonds handeln, die den Silberpreis an den internationalen Märkten nachbilden.

Der Silberpreis kann durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden.Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können den Silberpreis aufgrund seines Status als sicherer Hafen in die Höhe treiben, wenn auch in geringerem Maße als Gold. Als Vermögenswert ohne Zinsen steigt der Silberpreis tendenziell, wenn die Zinssätze sinken. Seine Bewegungen hängen auch von der Entwicklung des US-Dollars (USD) ab, der wiederum von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden kann. Ein starker Dollar hält den Silberpreis tendenziell niedrig, während ein schwächerer Dollar den Preis wahrscheinlich nach oben treibt. Andere Faktoren wie die Investitionsnachfrage, das Minenangebot - Silber wird viel häufiger abgebaut als Gold - und die Recyclingquoten können sich ebenfalls auf die Preise auswirken.

Silber wird häufig in der Industrie verwendet, insbesondere in Bereichen wie Elektronik und Solarenergie, wo es eine der höchsten elektrischen Leitfähigkeiten aller Metalle aufweist - höher als die von Kupfer und Gold. Ein Anstieg der Nachfrage kann zu höheren Preisen führen, während ein Rückgang tendenziell zu niedrigeren Preisen führt. Die Dynamik der Volkswirtschaften der USA, Chinas und Indiens kann ebenfalls zu Preisschwankungen beitragen: In den USA und insbesondere in China wird Silber in verschiedenen Prozessen der großen Industriezweige eingesetzt; in Indien spielt auch die Nachfrage der Verbraucher nach dem Edelmetall für Schmuck eine wichtige Rolle bei der Preisbildung.

Der Silberpreis folgt in der Regel den Bewegungen des Goldpreises. Wenn der Goldpreis steigt, folgt der Silberpreis in der Regel diesem Trend, vor allem weil beide als sichere Anlage gelten. Das Gold-Silber-Verhältnis, das angibt, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um den Wert einer Unze Gold zu erreichen, kann helfen, die relative Bewertung der beiden Metalle zu bestimmen. Einige Anleger halten ein hohes Verhältnis für einen Indikator dafür, dass Silber unterbewertet und Gold überbewertet ist. Umgekehrt könnte ein niedriges Verhältnis darauf hindeuten, dass Gold im Vergleich zu Silber unterbewertet ist.

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