• EUR/USD handelt auf Ein-Wochen-Hochs aufgrund der breiten Schwäche des Greenbacks.
  • Der Euro bleibt über wichtigen gleitenden Durchschnitten unterstützt, was die kurzfristige Tendenz positiv hält.
  • Händler blicken auf die 1,2000-Marke als den nächsten wichtigen Test für die Bullen.

Der Euro (EUR) steigt am Montag gegenüber dem US-Dollar (USD) und EUR/USD klettert auf Ein-Wochen-Hochs, da die breit angelegte Schwäche des Greenbacks weiterhin die Preisbewegung dominiert. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts handelt das Paar bei etwa 1,1910, was einem Anstieg von fast 0,74% im Tagesverlauf entspricht.

In der Zwischenzeit notiert der US-Dollar-Index (DXY), der den Greenback gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen abbildet, in der Nähe von Sechs-Tage-Tiefs bei etwa 96,98 und setzt seinen Rückgang zum zweiten Mal in Folge fort.

Aus technischer Sicht zeigt der Tages-Chart, dass sich EUR/USD über seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten stabilisiert. Der 21-Tage-Simple Moving Average (SMA) hat den 50- und 100-Tage-SMA überschritten, was eine konstruktive bullische Ausrichtung bestätigt, während alle drei Durchschnitte weiterhin nach oben geneigt sind. Der 21-Tage-SMA bei 1,1780 fungiert nun als erste Schicht dynamischer Unterstützung.

Die Preisbewegung bleibt ebenfalls ermutigend, nachdem sie Ende Januar über einen mehrmonatigen Konsolidierungsbereich ausgebrochen ist, wobei das Paar nun erfolgreich die frühere obere Begrenzung dieses Bereichs retestet und sich davon abprallt, wodurch der frühere Widerstand in Unterstützung umgewandelt wird.

Auf der Oberseite bilden die psychologische Marke von 1,2000 und das Hoch vom 27. Januar bei 1,2082 eine kurzfristige Widerstandszone. Ein entscheidender täglicher Schlusskurs über diesem Bereich würde einen frischen bullischen Ausbruch bestätigen und die Tür für eine tiefere Aufwärtsausdehnung öffnen.

Auf der Unterseite bleibt der breitere technische Ausblick konstruktiv, solange EUR/USD über seinen wichtigen gleitenden Durchschnitten und der oberen Begrenzung des früheren Konsolidierungsbereichs bleibt, wobei der 100-Tage-SMA bei 1,1678 als starke Unterstützungszone fungiert.

Die Momentum-Indikatoren bleiben unterstützend, wobei der Relative Strength Index (RSI) nahe 60 hält, während der Average Directional Index (ADX) bei etwa 32 auf einen sich verstärkenden zugrunde liegenden Trend hinweist.

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

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